Der Sommer kann so schön sein! Aber halt: Der Blick auf den Kalender verrät, dass wir nicht den 5. August haben, sondern dass es schon Mitte Oktober ist. Der Weinmonat verwöhnt uns eben mit fast schon badetauglichen Temperaturen.

Da will man kaum glauben, dass in vier Wochen die fünfte Jahreszeit beginnt. Der 11.11. steht bevor! Der Termin treibt der Narrwalla die Sorgenfalten auf die Stirn. Denn die Ingolstädter Faschingsgesellschaft sucht händeringend nach einem Prinzenpaar für die Saison 2018/19. So knapp vor dem magischen Datum standen die Schanzer Narren bislang nur selten mit leeren Händen da, weiß Präsident Robert Wegele. In seiner Not hat der nun einen Aufruf auf Facebook und Co. gestartet: "Wir suchen euch", heißt es da.

Die Stadtgeflüsterredaktion hat schon ein paar ganz heiße Kandidaten im Fokus. Wie wäre es mit dem dienstältesten Stadtrat und Fastenprediger Manfred Schuhmann (76), der rhetorisch zweifellos in der Lage ist, zündende Faschingsreden zu halten. Und mit ihm könnte Brigitte Fuchs nur so übers Tanzparkett schweben. Wir sind uns ganz sicher: Aus der ehemaligen Bürgermeisterin der Herzen (70) würde ganz schnell eine Prinzessin der Herzen werden.

Als Charmeur der alten Schule hält natürlich auch dritter Bürgermeister Sepp Mißlbeck alle Trümpfe für ein so hohes närriches Amt in der Hand. "Charming Sepp", wie der unbandig unabhängige Kommunalpolitiker gerne genannt wird, hätte zumindest große Erfahrung als Faschingsprinz: Bereits 1966 schwang der heute 74-Jährige schon mal das närrische Zepter.

Bei der Suche nach geeigneten Tollitäten ist die Narrwalla auch gut beraten, sich manche Bezirkstags- und Landtagsbewerber vorzuknöpfen. Der smarte Alfred Grob könnte mit seinem entwaffnenden Lächeln bestimmt ganze Säle füllen. Und Jakob Schäuble stünde als Faschingsprinz sicherlich auch bereit. Schließlich verspricht er ja auf seinem Wahlplakat: "Ich mach's, versprochen".

Macht er es oder macht er es nicht? Bei dieser Frage kann es bei Karl Ettinger nur ein klares "Ja" geben. Der FDP-Alleinunterhalter im Stadtrat ist ja bekannt dafür, dass er wirklich alles tut, um im Rampenlicht zu stehen. Also: Auf Karl I. ein dreifaches "Hei-Ju-Hu"!