"Dritte Halbzeit" nennt das der Kenner. Diese geselligen Treffen werden gerne in Begleitung von hopfenhaltigen Kaltgetränken abgehalten, häufig im naheliegenden Vereinsheim oder, sollte ein solcher Begegnungsort nicht verfügbar sein, auch direkt an Ort und Stelle der Anstrengung. Hauptsache die flüssige Verpflegung nach dem Sport stimmt. Schließlich muss das eben aufopferungsvoll generierte Kaloriendefizit wieder mit Gerstensaft ins Lot gebracht werden.

Nicht unüblich ist es, dass bei solch geselligen Runden Mannschaftsnamen für anstehende Wettbewerbe gesucht werden. Kreative Namensschöpfungen wie "Juventus Urin", "FC Saufhemden" oder "Glasbier Rangers" erfreuen sich bei Thekenmannschaften besonders reger Beliebtheit. Beim zweiten Ingolstädter Firmenlauf waren vergangene Woche ebenfalls sehr kreative Köpfe am Werk. So nannten sich die Teams der Ingolstädter Kommunalbetriebe "Wasserplanscher" beziehungsweise "Kanalratten". Auch die sportiven Mitarbeiter der Stadtwerke Freizeit GmbH ("Die Chlorreichen") sorgten für Lacher bei den Zuschauern. Das Team von Nordbräu ging getreu dem sauberen Wettkampfsport an den Start: Sie waren "Die Alkoholfreien". "Die Seitenstecher" der THI landeten nur knapp hinter einem Team der Bürgerhilfe, das als Mannschaftsnamen "Der Weg ist das Ziel" ausgerufen hatte. Doch das Kreativ-Highlight in diesem Jahr waren für uns die drei Männer von Osram. Als "Leuchtathleten" absolvierten sie die 5,8 Kilometer-Feierabendrunde.
An der Lauf-Leistung der DK-Sportler gibt es nur wenig zu mäkeln. Bei der Kreativität in der Namensgebung sehen wir für die nächste Ausgabe allerdings noch Luft nach oben.