Heißes Saisonfinale
Sechs Teams zittern in der Kreisklasse 1 noch – GW Ingolstadt erwartet MTV zum Kellerderby

10.05.2024 | Stand 10.05.2024, 17:46 Uhr

Der FC GW Ingolstadt (dunkle Trikots) mischt wieder mit – und kann in der Kreisklasse 1 Donau/Isar sogar noch den direkten Klassenerhalt schaffen. Foto: Enzmann

In der Kreisklasse 1 Donau/Isar stehen die zwei letzten Spieltage an. Während es sowohl an der Spitze als auch im Tabellenkeller auf jeden Punkt ankommt, sorgt die Situation um den FC Grün-Weiß Ingolstadt nach wie vor für Unklarheiten.

Bereits aus sportlicher Sicht hält der Endspurt in der Kreisklasse 1 eine Menge Spannung bereit. Der TSV Kösching sah über Wochen hinweg wie der sichere Meister aus, hielt die direkten Konkurrenten TSV Ingolstadt-Nord und SV Eitensheim im Aufstiegskampf auf Distanz und stellte eine Defensive, die für viele Gegner unüberwindbar schien. In den vergangenen Wochen strauchelten die Köschinger jedoch, verloren zweimal in Folge und liegen damit nur noch zwei Zähler vor den punktgleichen Verfolgern. „Eine schwierige Situation“, wie TSV-Trainer Rudi Hofweber bestätigte. Der erfahrene Coach weiß aber, „dass wir nach wie vor alles selbst in der Hand haben“. Mit zwei Siegen wäret der TSV durch. Und selbst mit vier Punkten steigt der Aufsteiger ein weiteres Mal auf. „Es gibt jetzt aber keine einfachen Aufgaben mehr. Wir müssen alles mobilisieren und gemeinsam in Richtung Aufstieg marschieren“, sagt er. Den ersten Schritt will Kösching am kommenden Sonntag um 15 Uhr beim TSV Großmehring gehen.

Die Verfolger TSV Ingolstadt-Nord und SV Eitensheim haben es am Wochenende mit zwei Abstiegskandidaten zu tun, die ihrerseits mit einem Erfolg den Klassenerhalt feiern könnten. Die Nordler sind beim FC Gelbelsee zu Gast (Sonntag, 15 Uhr), Eitensheim tritt bereits am Samstag um 17 Uhr in Etting an. Im Aufstiegsrennen machen also drei Teams den Titel und den Relegationsplatz unter sich aus.

Im Tabellenkeller zittern noch sechs Mannschaften, wobei ein Team die Ausgangslage vollständig durcheinanderbringen könnte. Der FC Grün-Weiß Ingolstadt erhielt in den vergangenen drei Wochen jeweils keine Spielberechtigung, da der Verein vom Bayerischen Landes-Sportbund (BLSV) aufgrund fehlender Beitragszahlungen ausgeschlossen war. Die Grün-Weißen haben die Schulden mittlerweile aber beglichen. Außerdem hatten sie „Glück, dass das Präsidium zu einer Sitzung zusammengekommen ist“, erklärt BLSV-Kreisvorsitzender Tobias Nixdorf. „So konnten sie rechtzeitig wieder in den BLSV aufgenommen werden, genießen wieder Versicherungsschutz für ihre Spieler und dürfen daher auch spielen.“

Die Ingolstädter werden somit auch am Wochenende wieder im Derby gegen den MTV Ingolstadt (Sonntag, 15.30 Uhr) antreten. „Das freut uns aktuell einfach“, erklärt GW-Trainer Deniz Aydin, der mit seinem Team noch einmal angreifen will. „Damit erhalten wir doch noch zwei Endspiele und wollen den Klassenerhalt über die Relegation schaffen. Mir steht der ganze Kader zur Verfügung und die Jungs sind motiviert.“

Ob der FC Grün-Weiß tatsächlich noch auf den Klassenerhalt schielen darf, steht noch nicht fest, wie Spielleiter Ludwig Schmidt erläuterte: „Gegen den FC Grün-Weiß läuft gerade ein Verfahren, dessen Urteil vom Sportgericht nach wie vor aussteht.“ Konkret soll GW im Hinspiel gegen den MTV Ingolstadt einen nicht-spielberechtigten Spieler eingesetzt haben. Ob und wie der FC GW dafür zur Rechenschaft gezogen wird, muss das Sportgericht entscheiden. Der Abstiegskampf in der Kreisklasse 1 bleibt somit nach wie vor undurchsichtig und die betroffenen Teams stehen vor einer unsicheren Zukunft.

DK