Ingolstadt

ÖDP und Linke fordern ÖPNV-Preisoffensive

Auch Bürgerbeteiligung und nachhaltige Stadtentwicklung beschäftigte die Ausschussgemeinschaft auf ihrer Klausur

29.03.2022 | Stand 29.03.2022, 12:00 Uhr

Der öffentliche Nahverkehr war ein wichtiger Punkt auf der Klausur der Ausschussgemeinschaft ÖDP/Die Linke. Foto: Hauser (Archiv)

Ingolstadt –Die Ausschussgemeinschaft ÖDP/Die Linke sieht starke Defizite in den Themenbereichen Bürgerbeteiligung, nachhaltige Stadtentwicklung und ÖPNV. Diese Punkte lagen im Fokus der gemeinsamen Klausur, auf der das Vorgehen im Stadtrat beraten worden ist.

In Anbetracht der aktuellen Situation in der Ukraine sehe man es als notwendig, die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu überdenken, nicht nur im Hinblick auf den Klimaschutz, so die Politiker in einer Pressemitteilung. ÖDP-Stadtrat Raimund Köstler sagt dazu: „Wir haben nicht die Zeit auf die Ergebnisse der städtischen Nachhaltigkeitsagenda zu warten, wir brauchen effektive Sofortmaßnahmen.“ So biete sich etwa an, die 2019 in Haunwöhr durchgeführte Energiekarawane wieder aufleben zu lassen. Bei diesem Konzept handelt es sich um aufsuchende Energieberatung durch die Stadt Ingolstadt.

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Wie die Parteien in der Mitteilung schreiben wollen sie die Bürgerbeteiligung in Ingolstadt stärken und transparenter gestalten. „Im Hinblick auf die laufenden Begehren kritisieren wir, dass der Stadtrat in seinem Handeln stärker auf den Willen aller Ingolstädter eingehen muss“, so Linken-Stadträtin Eva Bulling-Schröter. Denkbar wäre etwa die frühzeitige Initiierung von Ratsbegehren bei strittigen Themen.

Auch dem Thema ÖPNV hat man sich gewidmet. Laut Fred Over von der ÖDP wolle man den Ingolstädtern den Bus als Verkehrsmittel näher bringen und mit attraktiven Angeboten Lust auf Nahverkehr machen. Deshalb setze man sich für ein limitiertes Sonderangebot mit 1000 vergünstigten Jahrestickets zum Preis von 175 Euro ein. Christian Pauling (Die Linke) erklärt weiter in der Pressemitteilung: „Damit können wir einen Beitrag zur Nachhaltigkeit in Ingolstadt leisten, neue Fahrgäste gewinnen und damit den ÖPNV nach der Corona-Krise wieder stärken.“ 

DK