„Zuversicht und Hoffnung“
Oberbürgermeister verleiht Hans-Peringer-Medaille an Petra Willner und Bruder Martin

18.06.2024 | Stand 18.06.2024, 18:03 Uhr |

OB Christian Scharpf zeichnete Petra Willner, Vorsitzende der Ingolstädter Tafel, mit der Hans-Peringer-Medaille aus. Foto: Rössle, Stadt Ingolstadt

Herzenswärme gepaart mit Tatkraft und sozialem Engagement: diese Eigenschaften zeichnen Petra Willner und Bruder Martin Berni aus. Beide erreichen durch ihre Arbeit so viele Menschen, dass sie zu den bekannten Persönlichkeiten der Stadt gehören. Willner ist Vorsitzende der Ingolstädter Tafel und Martin Berni der Gründer der Straßenambulanz St. Franziskus.

Für ihr „unermüdliches Wirken“ hat der Stadtrat beiden die Hans-Peringer-Medaille zugesprochen. Oberbürgermeister Christian Scharpf überreichte sie im Rahmen einer Feierstunde im Historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses. In seiner Laudatio sagte er: „Durch Ihr Engagement in der Ingolstädter Tafel und der Straßenambulanz St. Franziskus geben Sie vielen Menschen Zuversicht und Hoffnung.“ Damit stünden beide in der Tradition von Hans Peringer, der im 15. Jahrhundert nicht nur Ingolstädter Bürgermeister, sondern auch Wohltäter war und sich leidenschaftlich für die Schwächeren in der Gesellschaft einsetzte.

Tafel-Team unterstützt rund 3000 Menschen

Seit 20 Jahren engagiert sich Petra Willner auf vielfältige Weise bei der Tafel Ingolstadt als Schatzmeisterin und als Vorsitzende. Unter ihrer Leitung ist die Bedeutung der Tafel als wichtige soziale Säule in Ingolstadt gewachsen. Rund 3000 Menschen mit geringem Einkommen unterstützt das Tafel-Team mit der Ausgabe von Lebensmitteln in Ingolstadt, Gaimersheim und Kösching. Und in der Kulturtafel wird den Menschen die Teilhabe an Angeboten wie Theater, Konzerten und Lesungen ermöglicht.

Bruder Martin Berni verbringt täglich viele Stunden in der Straßenambulanz und kümmert sich gemeinsam mit Ehrenamtlichen um Hilfsbedürftige. Als Gründer der Straßenambulanz St. Franziskus hat er eine Oase der Hoffnung und der Menschlichkeit in Ingolstadt geschaffen. Die Einrichtung ist eine wichtige Anlaufstelle für Obdachlose, Arme, für HIV-Kranke, alkohol- und drogensüchtige Menschen sowie für Haftentlassene und dient als Schutzraum für alle, die am Rande der Gesellschaft leben.

Seit 2013 gibt es das Haus „Casa Chiara“ in Thalmässing

Bruder Martin hat sein gesamtes Leben dem Dienst an hilfsbedürftigen Mitmenschen verschrieben: 2005 gründet er die Wärmestube und Straßenambulanz. Seit 2013 gibt es als Außenstelle das Haus „Casa Chiara“ in Thalmässing, das als Ort der Erholung dient und eine therapeutische Wohngemeinschaft beherbergt. Weiteres Angebot der Straßenambulanz ist das Projekt „Sprungbrett“, das arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die obdachlos oder wohnungslos sind, bei der beruflichen Eingliederung hilft.

DK