Königin der Instrumente erschallt erstmals

Neue Sandtner-Orgel in der Köschinger Pfarrkirche wird am Sonntag geweiht

21.01.2023 | Stand 21.01.2023, 11:00 Uhr
Thomas M.P. Schumann

Kirchenmusiker Kunibert Schäfer schlägt an diesem Sonntag beim Weihegottesdienst die neue Orgel in der Köschinger Pfarrkirche. Unter seiner musikalischen Leitung ist ein besonderer musikalischer Genuss zu erwarten. Foto: Müller-Würzburger

Beim Sebastiani-Gedenktag an diesem Sonntag, 22. Januar, weiht Weihbischof Josef Graf aus Regensburg die neue Sandtner-Orgel in der Köschinger Pfarrkirche. Beim Festgottesdienst um 10 Uhr in der Barockpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wird das Instrument erstmals alle 23 Register erschallen lassen.

Die neue Orgel weist fünf Register mehr auf als die frühere Kirchenorgel. Und sie verfügt über wesentlich mehr „Puste“: Die Luft kann über Blasebälge und Windladen in die 1150 Pfeifen geleitet werden.

Zu Ehren von Sankt Sebastian zelebriert Weihbischof Graf den Festgottesdienst mit Pfarrer Wojciech Wysocki und weiteren Geistlichen in Konzelebration. Graf wird auch die Festpredigt halten. Kunibert Schäfer, der Orgelsachverständige der Diözese Regensburg, wird die neue Orgel schlagen.

Orgelbaumeister Norbert Bender stellt „sein jüngstes Kind“ vor

Ab 15.30 Uhr wird die Königin der Instrumente vorgeführt und erklärt. Ihr Planer und Erbauer – Orgelbaumeister Norbert Bender – wird zum Spiel von Organist Helmut Seitz „sein jüngstes Kind“ beschreiben und vorführen.

Die Sonntagsvesper um 16.30 Uhr haben Vorstand und Mitglieder der Sebastiani-Bruderschaft vorbereitet. Zum Klang der Orgel, an der wieder Helmut Seitz ins Manual greift, singt der Köschinger Josef Zwack. Nach der Vesper findet um 17 Uhr im Pfarrsaal die Jahresversammlung der Sebastiani-Bruderschaft statt.

Die neue Köschinger Orgel wurde seit 2020 gefertigt – zuerst in Dillingen, dann in Kösching. Schon im Juli 2019 war in der Pfarrei ein Orgelgremium gegründet worden. Dieser Ausschuss mit Pfarrer Wojciech Wysocki, Pfarrgemeinderatssprecher Erich Liepold, den Organistinnen Beate Binder und Andrea Haas, dem Organisten Michael Beuschel und Kirchenpfleger Klaus Müller-Würzburger hatte den Bedarf der Pfarrei geklärt, den Rat von Orgelgutachtern des Bistums Regensburg eingeholt und eine umfassende Ausschreibung für den Orgelneubau erarbeitet.

Kosten in Höhe von rund 470000 Euro

Die neue Orgel hat – mit einigen Umbauarbeiten – rund 470000 Euro gekostet. Eine Bezuschussung für den Neubau war von der Köschinger Kirchenverwaltung bei der Bischöflichen Finanzkammer beantragt worden; die Übernahme von 45 Prozent der Gesamtkosten war bald aus Regensburg zugesagt worden. Den immer noch großen Rest wird die Pfarrei selbst aufbringen.

Wer den Erwerb der Kirchenorgel durch eine Spende unterstützen möchte, kann dies auch weiterhin tun – und zwar auf das Konto DE38 7216 0818 0002 3610 43. DK