Bestleistung in Mönchengladbach
Leni Hanselmann fährt zur EM – Talent des MTV Ingolstadt glänzt mit Silber über 2000 Meter Hindernis

10.07.2024 | Stand 10.07.2024, 12:08 Uhr |
Karl Eberle

Wuchs in Mönchengladbach über sich hinaus: Leni Hanselmann lief mit einer neuen persönlichen Bestleistung zu Silber. Foto: Kiefner

Während in Mönchengladbach die beiden MTV-Talente Leni Hanselmann und Julian Burghardt bei den deutschen Jugendmeisterschaften glänzten, zeigte der Leichtathletik-Nachwuchs aus der Region bei den bayerischen U16-Titelkämpfen der Mehrkämpfer in Pfaffenhofen seine Vielseitigkeit.

Aus drei mach zwei, so lautete die Devise über 2000 Meter Hindernis bei der weiblichen Jugend U18 in Mönchengladbach. Nachdem neben der deutschen Jahresbesten Lera Miller (VfL Löningen) auch Leni Hanselmann (MTV Ingolstadt) und Emma Rohrbach (TV Bad Säckingen) die Norm für die U18-Europameisterschaften in der Slowakei bereits erfüllt hatten, musste das Rennen um den DM-Titel entscheiden, an wen die beiden EM-Startplätze gehen sollten. Hanselmann, die mit ihrem Titelgewinn im Vorjahr trotz eines Sturzes für eine große Überraschung gesorgt hatte, ging nach guten Trainingsleistungen zuversichtlich ins Rennen, das am Anfang sehr von der Taktik geprägt war. Erst 600 Meter vor Schluss ging dann die Post ab: Miller und Hanselmann verschärften das Tempo gewaltig und setzten sich immer weiter vom Feld ab. Am Schluss lagen Miller (6:40,67 Minuten) und Hanselmann (6:42,48) fast 50 Meter vor der Drittplatzierten.

Die MTV-Läuferin war mit ihrer neuen persönlichen Bestzeit rund fünf Sekunden schneller als bisher. Zum neuen Hausrekord und dem Gewinn der Silbermedaille erwartet die Gymnasiastin nun auch die verdiente Nominierung für die U18-EM, die am 18. Juli in Banska Bystrica (Slowakei) beginnen werden.

Überzeugen konnte auch der zweite MTV-Teilnehmer, Zehnkämpfer Julian Burghardt, der sich für die Entscheidung im Kugelstoßen qualifiziert hatte. Schon mit dem zweiten Versuch von 15,28 Metern, der zweitbesten Weite seiner Karriere, hatte er sich einen Platz m Endkampf gesichert. Die Weite reichte am Schluss zu einem starken sechsten Platz im Feld der Spezialisten.

Bei den bayerischen Meisterschaften in den Mehrkämpfen in Pfaffenhofen hatten vor allem die Mädchen am zweiten Tag mit Regen und kühlen Temperaturen zu kämpfen. Beim Jahrgang 2009 (W15) konnte sich Antonia Götz (MTV Ingolstadt) beim Fünfkampf (Block Wurf) gegenüber den oberbayerischen Meisterschaften in jeder Disziplin verbessern. Vor allem dank ihrer neuen persönlichen Bestzeiten über 80 Meter Hürden (13,26 Sekunden) und über 100 Meter (13,72 Sekunden) arbeitete sie sich auf Rang neun (2142 Punkte) nach vorne. Beim Jahrgang 2010 waren drei Mädchen und ein Junge vom TSV Reichertshofen am Start. Die beste Platzierung ging an Christoph Stein, der im Fünfkampf (Block Wurf) mit 2205 Zählern Vierter wurde. Er sammelte mit seinem Weitsprung von 5,02 Metern die meisten Punkte.

Bei den Schülerinnen W14 gingen Antonia Hengl und Laura Gold ebenfalls im Block Wurf an den Start. Hengl kam mit 2070 Punkten auf den zwölften, Gold mit 1952 Zählern auf den 18. Platz. Bei beiden Starterinnen ist der Diskuswurf mit 25,03 bzw. 21,46 Meter herauszuheben. Anna Strobel (Reichertshofen) erzielte im Fünfkampf (Block Lauf) mit 2251 Punkten ein starkes Ergebnis, das ihr Platz sechs einbrachte. 13,59 Sekunden über 100 Meter, ein Weitsprung mit 4,30 Metern und 38,5 Meter mit dem Ball waren ihre besten Leistungen. Maria Glonegger (MTV Ingolstadt) hatte sich ebenfalls für den Block Lauf qualifiziert. Ein Sturz beim Hürdenlauf machte die Hoffnungen auf eine gute Platzierung zunichte. Dank eines mutigen Laufs über 2000 Meter (8:04,52 Minuten) konnte sie sich mit 1944 Punkten noch auf Rang 20 schieben.

ebk