Bezirksliga-Relegation
Klare Angelegenheit: Gerolfing lässt Palzing keine Chance und spielt ab Mittwoch gegen Aschau um Aufstieg

25.05.2024 | Stand 26.05.2024, 19:57 Uhr

Brachte den FC Gerolfing gegen den SVA Palzing mit einem Traumtor auf die Siegerstraße: Timo Kraus (links). Foto: Meyer

Der FC Gerolfing hält weiterhin Kurs auf die Bezirksliga. Durch den ungefährdeten 3:1 (2:0)-Sieg gegen SVA Palzing qualifizierte sich der Vizemeister der Kreisliga 1 Donau/Isar am Samstagabend im Halbfinale der Bezirksliga-Relegation für die nächste Runde, in der es gegen den SV Aschau/Inn (Mittwoch, 19.30 Uhr in Aschau, Samstag, 15.30 Uhr in Gerolfing) um den freien Platz in der Bezirksliga Oberbayern geht.

„Ich war heute sehr zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt, als beim Hinspiel in Palzing. Die Mannschaft hat besonders in der ersten Halbzeit den Matchplan prima umgesetzt. Ich denke, wir haben absolut verdient gewonnen“, jubelte FCG-Spielertrainer Stefan Hoffmann unmittelbar nach dem Schlusspfiff auf dem Spielfeld.

Tatsächlich hatte seine Elf vor 743 Zuschauern sofort das Heft in die Hand genommen, ließ die Gäste durch eine intensive Zweikampfführung nicht zur Entfaltung kommen und ging bereits nach neun Minuten durch einen sehenswerten Seitfallzieher des stark beginnenden Timo Kraus mit 1:0 in Führung.

„Das war Teil unseres Plans, dass wir Palzing genau die Intensität spüren lassen wollten, die sie uns im Hinspiel entgegengebracht haben“, erklärte Hoffmann. Die Folge war ein Spiel mit klar verteilten Rollen. Weil die Gerolfinger konsequent störten, endete der Spielaufbau der Palzinger in der ersten Hälfte spätestens in der Mitte der Gerolfinger Hälfte. Einzige Ausnahme war ein Vorstoß in der 34. Minute, bei dem der Palzinger Spieler aber prompt ins Abseits lief.

Derweil konnten sich die Gerolfinger den Gegner nun zurechtlegen, schließlich mussten sie nach dem 1:1 im Hinspiel nicht mehr mit dem letzten Risiko agieren. Schusschancen von Anastasios Porfyriadis (18.), ein knapp verzogener Freistoß von Christian Träsch (26.) und ein Kopfball von Hoffmann (30.) brachten aber noch keinen Erfolg.

Kurz vor der Pause hatten die weiterhin dominierenden Gastgeber dann mehr Glück: Porfyriadis war mit seinem Schuss zunächst gescheitert, den Abpraller nahm Träsch dann an der Strafraumgrenze direkt, und traf zum 2:0 (45.) ins rechte Eck. „Dieses Tor – so kurz vor dem Seitenwechsel – war psychologisch sehr, sehr wichtig, das hat uns zusätzlich Auftrieb gegeben“, meinte Hoffmann.

Zu Beginn der zweiten Hälfte dann die bisher gefährlichste Aktion der Palzinger, doch der Schuss von Louis Goldbrunner (47.) landete nur am Außenpfosten des Gerolfinger Tores. Fünf Minuten später folgte schon die Vorentscheidung durch die beiden auffälligsten Gerolfinger an diesem Tag: Kraus hatte den Ball vor den Strafraum gezogen, wo SVA-Spieler Goldbrunner den Ball nicht etwa klärte, sondern direkt in die Füße von Porfyriadis spielte. Aus sechs Metern Torentfernung hatte der FCG-Stürmer dann keine Mühe, zum 3:0 (52.) zu vollenden.

Einziger Wermutstropfen aus Gerolfinger Sicht blieb dann der unnötige Gegentreffer, bei dem sich Keeper Michael Oblinger beim Herauslaufen komplett verschätzte – und so dem Palzinger Julian Woelfle (66.) einen einfachen Treffer schenkte. „Das kann immer mal passieren. Wichtig war, dass Michael rausgelaufen ist und versucht hat, ohne Foul den Ball zu spielen. Dass es dann zum Gegentor kam – okay, das nehmen wir hin“, zeigte sich Hoffmann anschließend gnädig mit seinem Torwart. Konnte er auch, denn bis auf einige Halbchancen fiel den Gästen, bei denen Mathias Reinbacher in der 86. Minute nach einer Notbremse noch Rot sah, nicht mehr ein.

„Heute gab es im Grunde nichts auszusetzen. Jetzt geht es nach Aschau. Ich weiß zwar wenig über sie, aber wenn wir gegen die genauso auftreten, wie wir es heute geschafft haben, dann sollte nicht viel passieren“, meinte Hoffmann zum Abschluss.

DK