Hohe Auszeichnung
Horst Seehofer zum Ehrensenator an der THI ernannt

20.02.2024 | Stand 20.02.2024, 17:16 Uhr

Ehrensenator Horst Seehofer (links) hält die Urkunde zusammen mit THI-Präsident Walter Schober. Foto: Meßner

Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) hat Horst Seehofer am Montagabend bei einer Feierstunde zum Ehrensenator ernannt. THI-Präsident Walter Schober hat gleich zu Beginn betont, dass die Hochschule mit solchen Ehrungen eher sparsam, er nannte es „selektiv“, umgehe. In den vergangenen 30 Jahren wurde die Ehrensenatorwürde erst sechs Mal vergeben – unter anderem an Alt-OB Peter Schnell, der unter den Gästen war.

Die Würde eines Ehrensenators der THI wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich wiederholt in hervorragender Weise um die Hochschule verdient gemacht haben. Und dass genau dies auf den früheren Bayerischen Ministerpräsidenten und Bundesinnenminister Seehofer zutrifft, daran ließen THI-Präsident Schober, Wissenschaftsminister Markus Blume und Christian Stummeyer (Vorsitzender des Senats) nicht den Hauch eines Zweifels.

Horst Seehofer habe die Grundlage für die Erfolgsgeschichte der THI gelegt, sagte etwa Minister Blume. „Mit einer Kombination aus Heimatliebe und Hartnäckigkeit“, fügte er mit einem Lächeln hinzu. „Du brennst für die Region“, sprach er Seehofer direkt an. Genau genommen, sagte Blume, sei diese Auszeichnung aufgrund der unzähligen Verdienste zwingend notwendig.

Seehofer einer der Gründerväter der THI



Ein Meilenstein war demnach die Entscheidung des Bayerischen Ministerrats im Januar 2018 für die Erweiterung der THI. Seehofer war damals Ministerpräsident. Auch der eigentliche Laudator des Abends, der Senatsvorsitzende Stummeyer, ging darauf ein. Seehofer sei einer der Gründerväter der THI vor 30 Jahren gewesen. In „hervorragender Weise“ habe sich Seehofer durch Rat und Tat verdient gemacht, sagte Stummeyer. „Diese Auszeichnung erfüllt mich mit Stolz“, sagte Seehofer bei seiner Dankesrede. Die THI sei „ein Flaggschiff“ in der Region, das er stets „mit heißem Herzen begleitet“ habe. „Bildung ist das Tor zum Leben“, sagte der frisch gekürte Ehrensenator und erläuterte, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Hochschule und der Region gebe und es ihm deshalb immer ein Herzensanliegen gewesen sei, die THI zu unterstützen.

Er habe gehört, sagte Seehofer, dass es als Ehrensenator seine Pflicht sei, sich weiterhin einzubringen zum Wohle der Hochschule. Das wolle er sehr gerne tun, sagte er. Und fügte mit dem für ihn so typischen Humor hinzu: „Aber dann soll bitte niemand sagen: Was will denn der Alte noch hier.“

Es dürfte eher unwahrscheinlich sein, dass Seehofer jemals diesen Satz an der THI zu hören bekommt. Die Gäste spendeten langen Applaus nach seiner Rede.