Marko hält die Ingolstädter Fahne hoch
Hochspringer des MTV kehrt als einziger regionaler Vertreter mit einem Titel von den Bayerischen zurück

16.07.2024 |
Karl Eberle

Übersprang als Einziger die 1,98 Meter: Manuel Marko vom MTV Ingolstadt stellte im Hochsprung die Konkurrenz in den Schatten und setzte sich auch gegen Favorit Tim Kraus (LG Stadtwerke München) durch. Foto: Stuffer

Bei den bayerischen Meisterschaften der Männer und Frauen sowie der Jugend (U20/U16) holte Hochspringer Manuel Marko (MTV Ingolstadt) den einzigen Titel für die regionale Leichtathletik-Szene. Zwar gab es keine weiteren Podestplätze zu feiern, doch zahlreiche Endkampfplatzierungen verschönerten die etwas magere Medaillenbilanz.

Marko galt beim Hochsprung der Männer mit seiner frischen Saisonbestleistung von 2,03 Metern zwar als Medaillenkandidat, Favorit war aber Tim Kraus (LG Stadtwerke München), der dieses Jahr schon 2,10 Meter überwunden hatte. Bei nicht ganz einfachen äußeren Verhältnissen war Routinier Marko dann aber der klar stärkste Athlet. Er übersprang als Einziger 1,98 Meter, so dass auf den Titel in der Halle nun auch der im Freien mit der exakt selben Höhe folgte. Der zweite Starter in einer technischen Disziplin, Lukas Graßl (TSV Reichertshofen) musste sich mit dem Diskus etwas unter Wert verkaufen. 37,27 Meter reichten aber noch für den sechsten Platz.

Den besten Eindruck aus dem Ingolstädter Aufgebot der Frauen hinterließen die Sprinterinnen Sofie Nixdorf und Jennifer Schmidt (beide MTV Ingolstadt). Über die extrem stark besetzten 100 Meter war für beide trotz starker Zeiten im Halbfinale Schluss. Nixdorf blieb in 12,24 (Vorlauf) und 12,17 Sekunden (Halbfinale) nur knapp über ihrer Bestzeit, Schmidt verbesserte in beiden Läufen mit 12,46 und 12,43 Sekunden ihrem alten Hausrekord. Über 200 Meter schafften dann beide MTV-Starterinnen den Sprung ins Finale: Nixdorf wurde in 25,10 (Vorlauf 25,21) Fünfte, Schmidt landete in 25,29 (Vorlauf 25,38) wieder mit zweifacher persönlicher Bestzeit auf Platz sechs. Über 4 x 100 Meter zusammen mit Anne Jooß und Kathrin Kaufmann brachte ihnen eine Steigerung auf 50,24 Sekunden einen guten neunten Platz.

Sehr gut schlugen sich die beiden MTV-Starter, die bei den bayerischen Titelkämpfen der Masters vor zwei Wochen Gold geholt hatten: W40-Läuferin Diana Kurrer gewann den B-Lauf über 800 Meter der Frauen mit neuem Hausrekord 2:21,41 Minuten als Gesamtneunte, über 1500 Meter landete sie in persönlicher Bestzeit von 4:48,82 Minuten auf Platz 15. Benedikt Saur (Jahrgang 1990) bestätigte als Siebter über 400 Meter der Männer in 52,03 Sekunden seine gute Form. Der gleiche Platz ging an U23-Athlet Moritz King (MTV Ingolstadt) über 800 Meter in 1:59,16 Minuten. Im Rennen über 5000 Meter kam sein Vereinskamerad Martin Stier in 16:42,26 Minuten auf Platz 13.
Die beste Platzierung in der Jugend U20 mit Platz sechs im Hochsprung ging an Lina Burghardt, die mit 1,59 Meter nach längerer Wettkampfpause aber unter ihren Möglichkeiten blieb. Die erst 16 Jahre alte Paula Neumeier (beide MTV Ingolstadt) erreichte in 12,74 Sekunden das Halbfinale über 100 Meter, wo aber nach 12,83 Sekunden Endstation war.

Für beide U16-Sprinterinnen (W15) war trotz guter Zeiten im Vorlauf Schluss: Leonie Sima erzielte über 100 Meter 13,52 Sekunden, Antonia Götz über 80 Meter Hürden 13,38. Beim jüngeren U16-Jahrgang (M/W14) überzeugte Antonia Hengl im Diskuswurf. Ihre 25,97 Meter im letzten Versuch bedeuteten persönliche Bestweite und eine Verbesserung von Platz sieben auf fünf. Die 13,69 bzw. 12,99 Sekunden von Anna Strobel und Christoph Stein (alle TSV Reichertshofen) über 100 Meter reichten nicht für die Final-Qualifikation.

Der Reigen der Landesmeisterschaften findet mit den Titelkämpfen der Junioren U23 und der Jugend U18 am Wochenende in München seinen Abschluss. Hier muss der MTV Ingolstadt auf Leni Hanselmann verzichten, die zeitgleich bei den U18-Europameisterschaften in der Slowakei versucht, sich über 2000 Meter Hindernis fürs Finale zu qualifizieren. Mit Julian Burghardt (Kugel und Diskus U18), Felix Adam und Anton Baar (beide 800 Meter U18) sowie Lina Burghardt (Hochsprung U23) und Moritz King (800 Meter U23) gibt es trotzdem Kandidaten für Spitzenplätze.

ebk


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