11,20 Euro für die Maß
Heuer wird wieder Barthelmarkt in Oberstimm gefeiert

24.08.2022 | Stand 22.09.2023, 6:27 Uhr

Schwerstarbeit leisten derzeit Festwirte, Schausteller und Marktkaufleute beim Aufbau für den Barthelmarkt. Am Freitag um 14 Uhr setzt sich der Festzug in Bewegung. Roland und Stefanie Rachinger sind heuer erstmals die Festwirte im Toerring-Zelt. Foto: Eberl

Das Warten hat endlich ein Ende: Wenn es diesen Freitag gegen 15 Uhr am Barthelmarkt wieder heißt „Ozapft is“, kann nach drei Jahren coronabedingter Pause eines der ältesten und größten Volksfeste Bayerns gefeiert werden. An nur vier Tagen werden mehr als 200000 Besucher aus ganz Süddeutschland in dem kleinen Manchinger Ortsteil Oberstimm (Kreis Pfaffenhofen) erwartet. Vor allem für die Jugend ist es selbstverständlich, in Lederhose oder Dirndl zu erscheinen.

Rund 300 Plätze hat der Markt auf der Festwiese vergeben, darunter zahlreiche Imbissbuden, Fahrgeschäfte, Attraktionen für Kinder sowie ein Warenmarkt. Personalmangel und die Pandemie haben die Vorbereitungen jedoch deutlich erschwert. „Es gab Zu- und Absagen wie noch nie“, erklärte Manchings Bürgermeister Herbert Nerb.

Größte Anziehungspunkte sind die vier Festzelte, der Weißbiergarten sowie neu das Weißbierkarussell. Mit Müllerbräu aus Pfaffenhofen ist neben Herrnbräu, Ingobräu, Spaten und Toerring erstmals eine fünfte Brauerei vertreten. Ihre Premiere feiern Daniel Schneider, der im Spaten-Zelt die Nachfolge des Oktoberfest-Wirts Lorenz Stiftl antritt, sowie Roland Rachinger, der an Stelle von Burkhard Greiner das Toerring-Zelt bewirtet. Der Bierpreis liegt bei 11,20 Euro für die Maß, Apfelschorle oder Mineralwasser kosten je Liter 8,20 Euro.

Größte Attraktion ist das Pferderennen

Am Programm hat sich im Grunde nichts geändert. Größte Attraktion am Samstag sind die Pferderennen auf dem angrenzenden Rennplatz, die um 14.30 Uhr beginnen. Insgesamt acht Pony-, Warmblut-, Haflinger- und Traberrennen sowie ein Stafettenlauf für Läufer, Radler, Schubkarrenfahrer und Reiter werden auf der C-Bahn ausgetragen. Der Eintritt ist heuer erstmals frei.

Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst im Toerring-Zelt. Im benachbarten Spaten-Zelt wird Festwirt Schneider ab 18 Uhr die Tradition der Wahl zur Barthelmarkt-Königin fortsetzen. Fünf Bewerberinnen haben sich für den Abend qualifiziert. Auch das Feuerwerk gegen 21 Uhr wird es wieder geben.

Ab 7 Uhr spielen die Kapellen das Barthelmarkt-Lied

Höhepunkt des Barthelmarktes ist montagfrüh traditionell der Rossmarkt. Tausende Besucher haben sich jedes Jahr bereits im Morgengrauen auf den Weg nach Oberstimm gemacht, um den Auftrieb der Pferde, Ponys, Goaßn und Schafe zu erleben. Um 6 Uhr wird das erste Bier ausgeschenkt, ab 7 Uhr spielen die Kapellen in den Zelten. Das erste Stück ist traditionell das Barthelmarkt-Lied, das 1979 der Musiker und Bandleader Helmut Högl komponiert hat. Von 15 bis 18 Uhr gibt es in den Fahrgeschäften beim Kindernachmittag ermäßigte Preise.

Bürgermeister Herbert Nerb appelliert an die Gäste, den Pkw stehen zu lassen und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Es verkehren wieder zahlreiche Sonderbusse an den eigens ausgewiesenen Haltestellen, auf der Bundesstraße 13 wird eine temporäre Fußgängerampel eingerichtet. Für die Autofahrer stehen mehrere große Parkplätze zur Verfügung, in Oberstimm selbst ist praktisch komplett Halteverbot. Die 2019 eingeführte Hol- und Bringzone für etwa 50 Fahrzeuge auf dem Parkplatz des SV Oberstimm hat sich laut Nerb bewährt und wird heuer wieder angeboten. Unweit des Feuerwehrhauses kann jeder Fahrer bis zu einer halben Stunde warten, um Mitfahrer aufzunehmen. Das Pfand von fünf Euro, das an der Einfahrt hinterlegt werden muss, wird bei einer Ausfahrt innerhalb von 30 Minuten zurück erstattet. Wer länger hält, bekommt nichts zurück, wenn der Fahrer sich entfernt, wird der Pkw abgeschleppt.

Aktuelle Entwicklungen (von der Wahl der Barthelmarktkönigin bis hin zu Sturmwarnungen) sind über die kostenlose App „Markt Manching INFO“ erhältlich.

DK