Bezirksliga Oberbayern Nord
Entspanntes Derby: Gaimersheim und Manching haben Ziele längst erreicht – Gegenseitige Anerkennung

16.05.2024 | Stand 16.05.2024, 15:47 Uhr

Das Hinspiel endete mit einem knappen 1:0-Sieg für Manching: Hier versucht sich SVM-Spieler Fabian Neumayer gegen Gaimersheims Nicolae Nechita durchzusetzen. Foto: Meyer

Es hätte ein hochbrisantes letztes Spiel der Saison 2023/24 in der Bezirksliga Oberbayern Nord werden können: das Donau/Isar-Derby TSV Gaimersheim gegen den SV Manching. Man stelle sich nur vor, dass die Hausherren noch Punkte für den Klassenerhalt oder die Gäste den einen oder andren Zähler für die Meisterschaft gebraucht hätten. Doch beide Teams haben ihre Ziele schon erreicht: Entsprechend kann das vorerst letzte Derby zwischen beiden Klubs am Samstag (15 Uhr) unter vergleichsweise entspannten Rahmenbedingungen stattfinden.

Für Markus Vollnhals ist es nicht nur das letzte Saisonspiel, für ihn es ist es zugleich die letzte Partie im TSV-Dress. Der 31-jährige Routinier wechselt nach fast 26 Jahren beim TSV Gaimersheim in seine neue Heimat zum SV Dolling. „Wir sind stolz, einen Typen wie dich so lange Zeit bei uns im Team gehabt zu haben. Du hattest an den Aufstiegen in die Kreis- und Bezirksliga großen Anteil“, huldigt der Verein die Verdienste des „Sechsers“ in den Sozialen Medien.

SVM-Coach Serkan Demir will unterdessen keine Gastgeschenke mitbringen: „Es ist ein Derby. Da werden meine Jungs im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Aschheim in der Vorwoche sicher noch einmal hochfahren. Wir wollen die Saison mit einem Sieg beenden“, sagt der Manchinger Trainer, der dem Kontrahenten aus Gaimersheim eine „überragende Saison“ bescheinigt.

Umgekehrt macht es TSV-Trainer Manfred Kroll fast genauso: „Die Manchinger haben eine herausragende Mannschaft. Das ist eine fertige Landesliga-Elf.“ Seine Prophezeiung zu Saisonbeginn, dass die Manchinger mit „zwölf Punkten Vorsprung Meister werden“, hat sich indes nicht ganz bestätigt. Vor dem 30. Spieltag liegt der SVM mit nur sechs Zählern vor dem Zweitplatzierten FC Schwabing München, der in die Aufstiegsrelegation darf. Auch der VfB Eichstätt II wird höchstwahrscheinlich in die Relegation müssen – allerdings in die, in der es gegen den Abstieg geht. Zwar ist der direkte Klassenerhalt rein rechnerisch noch möglich, doch aufgrund des viel schlechteren eigenen Torverhältnisses (-12) im Vergleich zum ASV Dachau (+3) utopisch. Den direkten Vergleich gegen den Aufsteiger SV Waldeck-Obermenzing, der auch noch absteigen kann, hat die VfB-Reserve verloren. Interessant in diesem Zusammenhang ist sicher, dass mit dem SV Sulzemoos, dem SC Grüne Heide Ismaning und dem TSV Eching drei weitere Aufsteiger auf den drittletzten Plätzen liegen. Somit ist der frühzeitige Gaimersheimer Klassenerhalt noch höher zu bewerten. „Darauf bin ich, darauf sind wir alle sehr stolz“, sagt Trainer Kroll.

Für Samstag und kündigt der 44-Jährige dem Meister nach der knappen 0:1-Hinspielniederlage erneut einen heißen Tanz an. „Wir wollen die Saison auf keinen Fall mit einer Niederlage beenden“, betont der Gaimersheimer Coach. Gelingt der erhoffter Erfolg, wäre dies für die Stimmung auf der unmittelbar auf den Abpfiff folgenden Saisonabschlussfeier mit Grillparty, Cocktail-Bar, Hüpfburg, Essen und Trinken sicher kein Nachteil.

DK