Tag der Kinderhospizarbeit
Elisa-Familiennachsorge informiert auf dem Wochenmarkt in Ingolstadt

07.02.2024 | Stand 07.02.2024, 14:03 Uhr |

Die Einrichtung Elisa verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem sie Kindern und Jugendlichen nicht ausschließlich in der letzten Phase ihres Lebens, sondern bereits während der Zeit der Erkrankung zur Seite stehen. Foto: dpa (Archiv) / Rolf Vennenbernd

Jedes Jahr am 10. Februar wird deutschlandweit der Tag der Kinderhospizarbeit begangen. Er hat das Ziel, auf Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern aufmerksam zu machen.

Darüber hinaus sollen die Inhalte der Kinder- und Jugendhospizarbeit und ihre Angebote stärker in der gesellschaftlichen Wahrnehmung verankert werden, Menschen von der Sinnhaftigkeit ehrenamtlichen Engagements überzeugt, finanzielle Unterstützer gewonnen und das Thema „Tod und Sterben von jungen Menschen“ enttabuisiert.

Die gemeinnützige Organisation Elisa-Familiennachsorge macht am Tag der Kinderhospizarbeit neben einer Kampagne auf Social Media unter anderem auch auf dem Wochenmarkt in Ingolstadt auf die Schwierigkeiten aufmerksam, die eine lebensverkürzende Diagnose mit sich bringt und informiert über die Arbeit im Alltag. „Der Alltag lebensverkürzend erkrankter Kinder, Jugendlicher, junger Erwachsener und deren Eltern ist geprägt von Sorgen, Ängsten und jeder Menge Herausforderungen und zusätzlichen Aufgaben zum Familienalltag, die eine Erkrankung mit sich bringt. Zusätzlich haben viele von ihnen aufgrund fehlender Freizeit mit sozialer Isolation zu kämpfen“, erklärt Nadine Dier, Geschäftsführerin der Elisa-Familiennachsorge und Vorstandsmitglied im Bundesverband Kinderhospiz. Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in Neuburg und Ingolstadt hat seit 2019 einen eigenen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst, der Familien in der gesamten Region 10 begleitet. Die Begleitung der erkrankten Kinder, der Geschwister und der Eltern zuhause wird vom ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst durch ehrenamtliche Familienbegleiter gewährleistet und ist für die Familien kostenfrei, ebenso wie alle anderen Angebote aus dem medizinischen, pflegerischen oder Beratungsangebot von Elisa.

In Deutschland leben 50000 Kinder und Jugendliche mit einer lebensverkürzenden Diagnose, die keine Aussicht auf Heilung oder Genesung bereithält. In der Region 10 leben statistisch gesehen knapp 200 Kinder und Jugendliche, die lebenslimitiert erkrankt sind. 55 Kinder davon im Ingolstädter Stadtgebiet, im Landkreis Eichstätt etwa ebensoviele, im Landkreis Neuburg etwa 37 und im Landkreis Pfaffenhofen circa 48 Kinder, die das 40. Lebensjahr nicht erreichen werden. Jährlich versterben etwa 45 Kinder in der Region 10 im Kindes- und Jugendalter.