Notruf abgesetzt
Eigenes Smartphone verrät betrunkenen Verkehrssünder in Ingolstadt

22.06.2024 | Stand 22.06.2024, 9:54 Uhr |

Das Auto eines Verkehrssünders hat einen Notruf abgesetzt und damit die Polizei verständigt. − Symbolbild: Daniel Karmann/dpa

Das eigene Smartphone hat einen betrunkenen Verkehrssünder im Ingolstädter Stadtteil Haunwöhr verraten. Das teilt die Verkehrspolizei Ingolstadt am Samstag mit.



Am Samstag kurz vor 0.30 Uhr hat die Notrufzentrale einen so genannten e-call erhalten. Hierbei handelt es sich um einen Notruf, der bei einem Unfall von einem Smartphone automatisch ausgelöst wird. Die Rettungskräfte und die Polizei konnten an der übermittelten Position jedoch keinen Verkehrsunfall feststellen. Aus dem anliegenden Haus waren aber laute Schreie zu hören, so die Polizei. Und in der Einfahrt ist quer ein unverschlossenes Auto gestanden, in dem das Smartphone war. An dem Auto hat die Polizei frische Unfallspuren gesehen.

Stark alkoholisiert und keine Fahrerlaubnis



In dem Anwesen war ein 39-jähriger Mann, der sich den Angaben zufolge sehr aggressiv gegenüber den Einsatzkräften verhalten hatte. Der Mann sei offensichtlich stark alkoholisiert gewesen und habe ständig laut geschrien. Der abgestellte Wagen und das verräterische Smartphone konnten ihm zugeordnet werden. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,5 Promille. Zudem haben die eingesetzten Polizeibeamten festgestellt, dass der Mann nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Im nahen Umfeld fanden die Einsatzkräfte ein beschädigtes Verkehrsschild. Bezüglich der weiteren Unfallspuren dauern die Ermittlungen noch an, heißt es.

Der Mann habe gegen die Maßnahmen der Polizei Widerstand geleistet und wurde in Gewahrsam genommen. Er muss sich nun wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

− tka