Gaimersheim

Digitales Lernen in der Zukunft

Marktgemeinderat beschließt einstimmig: Grundschule Gaimersheim wird technisch aufgerüstet

30.05.2022 | Stand 30.05.2022, 19:00 Uhr
Constantin Domke

Die Gaimersheimer Grundschule wird nach dem Willen des Marktrats digital aufgerüstet. Foto: Domke

Von Constantin Domke

Gaimersheim – Die Grundschule Gaimersheim soll fit für die Digitalisierung gemacht werden. Mit der Anschaffung von elektronischen Tafeln und Tablets hat sich der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Darüber hinaus standen noch weitere wichtige Tagesordnungspunkte zur Debatte.

Laut Bürgermeisterin Andrea Mickel (SPD) wurde in einem Gespräch zwischen Vertretern der Schule, der Gemeinde und dem für die Planung zuständigen Ingenieurbüro der Bedarf für die Schule ermittelt. Gemäß dem Förderprogramm „Digitale Bildungsinfrastruktur an bayerischen Schulen“ beteiligt sich die Regierung von Oberbayern an den Kosten. Vom Markt Gaimersheim selbst zu tragen sind laut Beschluss 321138 Euro.

Stephanie Nagelschneider (Grüne) fragte sich, ob wirklich die gesamte Technik der Grundschule auf einmal erneuert werden müsse: „Vielleicht reicht vor dem Hintergrund eines zukünftigen Neubaus auch eine abgespeckte Variante?“ Maria Ledl (CSU) entgegnete, dass eine einheitliche Neuausstattung sinnvoller sei als nur Teile zu ersetzen. „Nehmen wir das Geld lieber jetzt in die Hand, ein Neubau kann noch lange dauern“, so Ledl. Robert Leixner (SPD) meinte hierzu: „Wir sollten uns nicht länger als nötig damit aufhalten.“ Dem stimmte der Gemeinderat zu und verabschiedete den Vorschlag der Verwaltung einstimmig. Die Idee von Monika Raml (FW), die ausgemusterten Geräte bedürftigen Schülern zur Verfügung zu stellen, wurde interessiert aufgenommen.

In den Baugebieten „Im Winkel“ und „Flussäcker II“ werden preisvergünstigte Baugrundstücke an einkommensschwächere Bürger vergeben. Hierzu sind von den Bewerbern bestimmte Kriterien zu erfüllen; unter anderem bringt ein Ehrenamt Pluspunkte. Der Gemeinderat beschäftigte sich mit der Frage, in welchem Gebiet eine ehrenamtliche Tätigkeit anerkannt werden sollte. Nach kurzer Debatte einigte sich das Gremium einstimmig darauf, ein im Landkreis Eichstätt oder der Stadt Ingolstadt ausgeübtes Ehrenamt anzuerkennen. „Gemeinsam mit der Ehrenamtskarte ist das ein guter Maßstab“, resümierte Mickel.

Das Naherholungsgebiet Kraiberg war ebenfalls ein Thema in der Sitzung. Geplant ist, die Bedeutung der ehemals militärischen Nutzung des Forts „Von der Tann“ für die Bürger sichtbar zu machen. Hierfür sollen im ersten Schritt Erkundungsschürfungen getätigt und die Baureste dokumentiert werden. Zusätzlich ist eine Freilegung bestimmter Bereiche und der Bau eines Rundwegs angedacht. Als Höhepunkt soll in der Südmulde der Parkanlage eine Naturbühne für kulturelle Zwecke entstehen. Manfred Fiedler (Grüne) äußerte Bedenken, dass durch die Pläne ein wertvolles Biotop beeinträchtigt werden könnte. Fiedler: „Ich bitte um Hinzuziehung der Unteren Naturschutzbehörde.“ Günther Bernhardt (SPD) räumte diese Bedenken aus: „Selbstverständlich wird die Naturschutzbehörde mit einbezogen. Wir greifen nicht in das Biotop ein.“ Monika Raml bezeichnete das Vorhaben als eine „absolute Bereicherung“. Der Antrag zur Ertüchtigung und dem weiteren Ausbau des Naherholungsgebiets Kraiberg wurde einstimmig angenommen.

Weitere Themen in der Sitzung waren die Finanzen des vergangenen Jahres, ein Antrag zur Berücksichtigung von Begrünungselementen in Bebauungsplänen und die Sanierung der Heizungsanlage des TSV-Sportheims. Alle Anträge wurden befürwortet.

Fahrradfreundliche Kommune

Eine erfreuliche Nachricht verkündete Bürgermeisterin Andrea Mickel am Ende der öffentlichen Sitzung: Gaimersheim soll als fahrradfreundliche Kommune ausgezeichnet werden. Im Rahmen einer sogenannten Vorbereisung der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) wurde bewertet, wie leicht es Radler in der Marktgemeinde haben.

„Vor allem unsere barrierefreie Ortsmitte und die Abstellanlagen wurden gelobt“, berichtete Mickel. Die überörtliche Beschilderung sei dagegen noch verbesserungswürdig. „Das werden wir aber angehen.“ Gleichzeitig mahnte Mickel aber auch, sich nicht auf der Auszeichnung auszuruhen: „Wir müssen uns weitere Ziele für die Zukunft setzen“.

DK