Fränkisches Doppelpack
Die Nürnberger Bundesliga-Spielerinnen Nadja Burkard und Emma Kusch kommen zum FC Ingolstadt

10.06.2024 | Stand 10.06.2024, 11:00 Uhr
Sabine Kaczynski

Gut gelaunte Neuzugänge: Die bisherigen Club-Spielerinnen Nadja Burkard (links) und Emma Kusch beim Pressetermin. Foto: Kaczynski

Nach dem Abschluss der turbulenten Zweitliga-Saison basteln die Verantwortlichen der Frauenabteilung des FC Ingolstadt bereits fleißig am Kader für die kommende Spielzeit. Vier hochkarätige Neuzugänge wurden bereits präsentiert, darunter Nadja Burkhard und Emma Kusch, die vom Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg zu den Ingolstädterinnen gewechselt sind. Beide Spielerinnen sind Offensivkräfte und sollen natürlich dafür sorgen, dass die Schanzerinnen künftig um einiges gefährlicher werden als bisher.

Die 24-jährige Burkard ist durch ihre Brüder und ihren Vater zum Fußball gekommen, spielte in der Jugend für Eintracht Bamberg, wo sie in der Jungen-Mannschaft mitkickte. Nach einer dreijährigen Zwischenstation beim SV Frensdorf wechselte sie 2020 zum 1. FC Nürnberg, wo sie in vier Jahren bei insgesamt 49 Einsätzen viel Zweitliga-Erfahrung sammeln und in der vergangenen Spielzeit mit dem Club zudem Bundesliga-Luft schnupperte.

Lob für „gute Bedingungen in Ingolstadt“



Kusch, ihre 20-jährige alte und neue Teamkollegin, hat einen ähnlichen Werdegang vorzuweisen: Auch sie entschied sich wegen ihres Papas für den Fußballsport und stand ebenfalls bis zur U17 für Eintracht Bamberg auf dem Rasen, bevor sie mit gerade einmal 16 Jahren – wie Burkard im Jahr 2020 – zum Club nach Nürnberg wechselte. Dort bestritt sie insgesamt 59 Partien, durfte in der abgelaufenen Bundesliga-Saison jedoch nur 196 Spielminuten absolvieren und hofft jetzt bei den Schanzerinnen natürlich auf mehr Einsatzzeit.

Gab es weitere Gründe, warum sich die beiden für den FC Ingolstadt entschieden haben? „Die ambitionierte Mannschaft sowie die guten Bedingungen in Ingolstadt waren für mit ausschlaggebend. Natürlich war auch die Nähe zu Nürnberg sehr wichtig, um weiter bei meiner Familie und in meinem Job bleiben zu können“, erklärt Burkard, die bei einer Nürnberger Brandschutzfirma arbeitet. Kusch ergänzt: „Hier herrschen gute Voraussetzungen und in der Mannschaft steckt sehr viel Potenzial, um eine ordentliche Zweitliga-Saison zu spielen“, findet die 20-Jährige, die an der Uni Erlangen Lehramt für Realschule in den Fächern Mathematik und Sport studiert.

Dass sich die beiden Neuzugänge vor ihrem Wechsel auf die Schanz bei ihren Nürnberger Teamkolleginnen Infos zu ihrem neuen Verein holen konnten (mit Alina Mailbeck, Vanessa Haim, Amelie Thöle und Lisa Guttenberger haben dort vier Spielerinnen eine FCI-Vergangenheit), hat beiden die Entscheidung natürlich leichter gemacht.

Catovic: „Beide können uns definitiv weiterhelfen“



Ob sie in Ingolstadt gleich eine Führungsrolle übernehmen können? „Ich möchte den jüngeren Spielerinnen gerne etwas von meiner Erfahrung weitergeben, die ich bei verschiedenen Vereinen und Trainern sammeln konnte, und dem Team fußballerisch weiterhelfen“, sagt Burkard. Auch Kusch will Verantwortung übernehmen: „Trotz meines jungen Alters habe ich bereits viel Spielpraxis erworben und möchte versuchen, eine Führungsrolle zu übernehmen.“

Dass den beiden das gelingt, davon ist FCI-Chefcoach Miren Catovic überzeugt. Er hält die beiden Ex-Clubberer für echte Verstärkungen: „Nadja ist mit ihren 24 Jahren eine erfahrene Spielerin mit sehr guter Technik, guter Vision und guten Ideen, die Kreativität und Torgefahr mitbringt. Emma agiert auf ihrer Position sehr flexibel, verfügt als junge Spielerin bereits über Erst- und Zweitligaerfahrung, ist technisch gut, ziemlich schnell und versteht das Spiel“, lobt der Trainer. „Die beiden können uns definitiv weiterhelfen“, ist sich Catovic sicher.

DK