Ingolstadt

Der OB soll’s richten

BZA Südost erhofft sich Hilfe bei Dauerthemen Hauptbahnhof, Auwaldsee und Ortsumgehung Unsernherrn

09.05.2022 | Stand 09.05.2022, 14:35 Uhr
Sabine Kaczynski

Durchbruch statt Endstation: Der BZA Südost wünscht sich eine Fortsetzung des Tunnels unter dem Hauptbahnhof bis zur Münchener Straße. Foto: Kaczynski

Von Sabine Kaczynski

Ingolstadt – Die Sitzung des Bezirksausschusses (BZA) Südost, die der Vorsitzende Johann Brenner leitete, startete mit guten Nachrichten: Die seit langem geforderten Fahrradstellplätze am Hauptbahnhof Ost werden gebaut – 78 Stück entstehen auf dem Areal des Parkhauses, sogar ohne Mittel des BZA.

Bei einigen anderen Themen allerdings bekommt der BZA nicht das, was er sich vorgestellt hat: Nicht entsprochen wurde dem Wunsch nach einem Spiegel für die Ausfahrt der Straße „Am Anger“ gegenüber der Ringseer Sparkasse, hier soll nun eine rote Fahrbahnmarkierung den Fahrradüberweg kennzeichnen, da die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer diese Stelle als gefährlich erachtet. Auch das Langzeitthema Radweg von der Eriagstraße zum Auwaldsee wurde mit der Begründung abgelehnt, dass eine Umwidmung des derzeitigen Fußwegs zum Radweg Voraussetzung sei. Man einigte sich darauf, dieses Thema in der nächsten BZA-Sitzung am 7. Juli, bei der OB Christian Scharpf dabei sein soll, erneut zu diskutieren. Auch die ungeordnete Radverkehrssituation an der Kreuzung Saturnarena / Asam- und Weningstraße hatte der BZA moniert – hier verwies die Stadtverwaltung auf die Polizei, die an dieser Stelle Kontrollen durchführen möchte. Die Stadtteil-Vertreter wünschen sich zusätzlich eine angemessene Belehrung durch die Beamten. Nicht umgesetzt wird auch die Forderung nach einer Asphaltierung des Zufahrtswegs zum FC Niederfeld, eine hierfür erforderliche Umwidmung des Feldwegs sei nicht möglich. Als Alternative schlägt der BZA eine regelmäßige Schotterung und Verdichtung der Strecke vor. Realisiert werden hingegen der Basketballkorb für die Grundschule Ringsee sowie die Beschattung des Spielplatzes Grüne Mitte.

Tunnel nicht bis zur Münchener Straße geplant

Erneut keine Beachtung im Bebauungsplan für die Neugestaltung des Geländes fand die vom BZA als unerlässlich angesehene Fortführung des Tunnels unter dem Hauptbahnhof hindurch bis zur Südseite Münchener Straße. Man dürfe diese Chance einer Verbindung der Stadtteile zu beiden Seiten der Gleise nicht vertun, zumal auch die Unterbrechung zweier Fahrradvorrangrouten durch den erweiterten Tunnel geschlossen würde, so die BZA-Mitglieder. Auch dieses Thema soll bei der nächsten Sitzung an den OB herangetragen werden.

Genauso wenig berücksichtigt wurde der Wunsch nach einem Verkehrskonzept bezüglich des geplanten „Donautowers“. Es wird befürchtet, dass die Parkplätze im angedachten kostenpflichtigen Parkhaus nicht ausreichen. Daher schlägt man vor, das Gebäude in das Ingolstädter Park and Ride-Angebot aufzunehmen und die Bemessung des Platzkontingents dementsprechend anzupassen.

Entwarnung bei der Feuerwehr

Entwarnung gab es bei der FFW Ringsee: Der Schulungsraum kann wieder genutzt werden, die restlichen Bereiche bleiben aufgrund von Statikproblemen jedoch gesperrt. Neue Räumlichkeiten sind bereits in Sicht, wie Vorstand Christian Vosswinkel bestätigte. Die drei Wehren Unsernherrn, Rothenturm und Ringsee werden künftig zusammengelegt. Während die Rothenturmer ihr Vereinsheim behalten, werden die beiden anderen Feuerwehren im neuen Stützpunkt gegenüber der Freien Turnerschaft Ringsee ihre Heimat finden.

Ein großes Thema waren Spielplätze: 135.000 Euro soll die Erneuerung des Areals an der Paul-Klee-Straße kosten, 15.000 Euro waren dafür bereits im Bürgerhaushalt eingestellt. In der Schwäblstraße soll nahe des Sandkastens eine neue Bank auf der sonnigen Seite errichtet werden, auch aus Mitteln des heurigen Budgets. Ein ungeliebtes und nicht ungefährliches Spielgerät auf dem Rothenturmer Spielplatz soll auf Wunsch vieler Eltern gegen ein geeigneteres ausgetauscht werden.

Auch für den Bürgerhaushalt 2023 wurden weitere Maßnahmen vorgeschlagen, etwa für den Kindergarten in der Früh-aufstraße (Rutschenturm), die Wilhelm-Ernst-Grundschule (Balanciergerät), den Spielplatz Ochsenanger (Neubepflanzung des Walles) und den Randstreifen in Niederfeld (Bepflanzung) sowie eine Ergänzungspflanzung auf der Streuobstwiese (Frühaufstraße). Zuletzt beantragte BZA-Mitglied Michael Würflein für die kommende Sitzung mit OB Scharpf eine Sachstandsabfrage bezüglich der Ortsumgehung Unsernherrn.

DK