Triumph am Nürburgring
Audi gewinnt vorzeitig beendetes 24-Stunden-Rennen

02.06.2024 | Stand 02.06.2024, 18:54 Uhr |

Triumph beim Langstrecken-Klassiker: Das Scherer-Audi-Team gewann am Sonntag die 52. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Foto: Imago Images

Audi hat die stark verkürzte 52. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring gewonnen. Das Scherer-Team siegte mit den Piloten Frank Stippler, Christopher Mies, Ricardo Feller und Dennis Marschall und bescherte den Ingolstädtern zum siebten Mal in der Geschichte des Langstreckenklassikers den Gesamtsieg.

Das Rennen musste nach einer Unterbrechung von mehr als 14 Stunden wegen anhaltend dichten Nebels am Sonntagnachmittag vorzeitig beendet werden.

Auch eine Safety-Car-Phase von fünf Runden auf dem rund 25 Kilometer langen Kurs mit der berühmten Nordschleife nutzte nichts. Die Sicht blieb zu schlecht, die Rennleitung entschied schließlich rund eine Stunde vor dem eigentlichen Rennende auf Abbruch. Das Siegerteam absolvierte dadurch nur 50 Runden – die geringste Distanz in der Geschichte des Klassikers in der Eifel. Gejubelt wurde am Ende trotzdem. „Das war sensationell. Es war ein besonders anspruchsvolles Rennen“, sagte der sichtlich ergriffene Stippler, für den es wie für Mies der dritte Gesamtsieg war. „Es ist unbeschreiblich.“

Von Startplatz drei zum Sieg



Besonders bemerkenswert ist, dass dem Privatteam Scherer der Erfolg ohne Werksunterstützung der Ingolstädter gelang. Der Audi R8 LMS war von Startplatz drei ins Rennen gegangen, Marschall hatte erstmals nach rund drei Stunden die Führung übernommen. „Es ist richtig flüssig gelaufen und hat Spaß gemacht“, erzählte er.

Auf Rang zwei kam der Manthey-Porsche mit DTM-Champion Thomas Preining, Kevin Estre, Laurens Vanthoor und Ayhancan Güven ins Ziel, Platz drei ging an den RMG-BMW mit Max Hesse, Dan Harper und Charles Weerts. Der zweite Audi des Scherer-Teams erreichte nach zwei Reifenschäden Rang elf.

Das Rennen vor insgesamt offiziell 240000 Zuschauern wurde nicht nur durch den Nebel, sondern auch durch Regen und einige Unfälle geprägt. „Ich habe hier oben selten härtere Bedingungen erlebt. Regen, trockene Linien, rutschige Stellen – es war alles dabei“, sagte Stippler. Am Samstag wurde der Klassiker kurz vor Mitternacht unterbrochen, erst 14:08 Stunden später ging es am Sonntag um 13.30 Uhr weiter. Rekord bleiben die 14:30 Stunden, die der Langstrecken-Klassiker vor drei Jahren – ebenfalls wegen Nebels – unterbrochen gewesen war.

DK, dpa