Um am Fortschritt teilzunehmen, ist erst eine R egistrierung nötig. "Das geht ganz unkompliziert an der Information ", verspricht Maier. Neben dem Namen sind Anschrift und Details zur Bankverbindung sowie eine Unterschrift zur Einwilligung für eine Schufaauskunft abzugeben. Das Wichtigste darf natürlich nicht fehlen: das Einlesen der A bdrücke zweier Finger. "Zur Sicherheit nehmen wir zwei. Wenn es später beim Einlesen am Bezahlterminal mit dem einen mal nicht auf Anhieb nicht klappt, weil der Finger zum Beispiel fettig ist, kann man es mit dem anderen probieren", erläutert Maier.
Sobald diese Formalitäten erledigt sind, steht dem bargeldlosen Einkauf nichts mehr im Weg. Personal lässt sich damit zunächst wohl nicht einsparen: "Es ist unverzichtbar, dass da auch Menschen stehen und zur Hand gehen, wenn jemand nicht zurecht kommt", urteil t der Geschäftsführer. Und weil es nicht nur ehrliche Kunden gibt, sollen die Angestellten aufpassen, dass nichts unbezahlt den Markt verlässt. Als technische Hilfsmittel gibt es zudem die Möglichkeit, Überwachungskameras einzusetzen oder die Einkaufswagen vor und nach dem Bezahlen zu wiegen. Schließlich soll der "Schwund", wie es branchenintern heißt, so gering wie möglich gehalten werden.
Noch einfacher könnte es werden, wenn die Ware künftig per Funk ausgelesen wird. "Dann braucht man nicht mal mehr den Wagen auszupacken. Dazu müsste aber jeder Artikel mit einem Chip versehen sein, was aber noch Zukunftsmusik ist", sagt der Geschäftsführer.
Wird der Einkäufer zum gläsernen Kunden und mit gezielter Werbung bombardiert, wenn er sich registrieren lässt? Diese Frage verneint Hans-Georg Maier. Das Kaufverhalten werde beim Bezahlen per Fingerabdruck weder analysiert noch gespeichert. Es handele sich um ein Pilotprojekt, das auch in anderen Supermärkten verwirklicht werden solle, wenn es sich bewähre.
