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FC-Neuzugang Stefan Kutschke verewigt sich als DFB-Pokalheld mit Fußabdruck auf „Walk of Fame“

Zeig her deine Füße

Ingolstadt
erstellt am 08.08.2017 um 20:10 Uhr
aktualisiert am 12.08.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Der FC Ingolstadt hat einen Pokalhelden in seinen Reihen. Mit 39 Prozent hat sich der Stürmer Stefan Kutschke bei einer Abstimmung im Internet gegen seine Kontrahenten durchgesetzt. Mit dem Sieg verewigt sich der frühere Dresdener auf dem „Walk of Fame“ in Berlin.
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Ingolstad: Auf dem ?Walk of Fame? am Berliner Olympiastadion verewigt: Stefan Kutschke wurde überraschend von Fans bei einer Abstimmung im Internet zum DFB-Pokalhelden der vergangenen Saison gewählt. Auf dem Kunstrasenplatz des FC Ingolstadt wurden gestern die Fußabdrücke angefertigt..
Auf dem „Walk of Fame“ am Berliner Olympiastadion verewigt: Stefan Kutschke wurde überraschend von Fans bei einer Abstimmung im Internet zum DFB-Pokalhelden der vergangenen Saison gewählt. Auf dem Kunstrasenplatz des FC Ingolstadt wurden gestern die Fußabdrücke angefertigt.
Hauser
Ingolstadt

Auf dem Kunstrasen des FC Ingolstadt herrschte gestern regelrechter Hochbetrieb. Allerdings nicht, weil die Spieler zur glühend heißen Mittagszeit eifrig auf dem Platz trainierten, sondern weil der überraschende DFB-Pokalheld sich in Form eines Fußabdrucks auf dem „Walk of Fame“ am Berliner Olympiastadion verewigen wird. Diese Saison stammt er aus den Reihen des FC Ingolstadt: Neuzugang Stefan Kutschke. Damit reiht sich der Stürmer in die Reihe erstklassiger Fußballspieler ein: Der dreimalige Welttorhüter Oliver Kahn und der Titelsammler Thomas Müller, beide vom FC Bayern, haben in Berlin mit einem Fuß- oder Händeabdruck ihre Spuren bereits hinterlassen.

Kutschke mit einer Schuhgröße von 46,5 gilt als überraschender DFB-Pokalheld. Der Fußballspieler wurde überwiegend von den Anhängern des Zweitligisten Dynamo Dresden zum Sieger gewählt. Der Stürmer avancierte dort vergangenes Jahr beim DFB-Pokal mit zwei Treffern beim Erstrunden-Triumph gegen den bei den Dresdnern ganz besonders verhassten „Brauseklub“ RB Leipzig zum Matchwinner. Seit 2013 wird im Internet über den DFB-Pokalhelden abgestimmt. Der „Walk of Fame“ wurde vom Deutschen Fußball-Bund ins Leben gerufen.

„Es fühlt sich außergewöhnlich an“, beschrieb Kutschke den überraschenden Sieg. Bei einer Abstimmung im Internet setzte sich der einstige Spieler von Dynamo Dresden mit 39 Prozent gegen Konkurrenten wie Ousmane Dembele (Borussia Dortmund) oder Gideon Jung (Hamburger SV) durch. Gestern fuhr extra eine Delegation vom Fernsehsender Sport 1 aus München nach Ingolstadt – zwei Kameramänner, ein Tonmann, ein Experte im Bereich Gipsabdruck und der Reporter.

Die Fachmänner positionierten minutelang auf der Mittellinie den wortwörtlichen heißen Stuhl – damit die Sonne den Stargast nicht blendete. Für einen Außenstehenden wirkte es wie ein Verhör. Ganz einsam stand der Stuhl von Kutschke auf der einen Seite. Im Video wird es wie eine übliche Interviewsituation aussehen. Der Reporter Jochen Stutzky überbrückte die Zeit, während die Technik eingestellt wurde, mit Smalltalk: Fast schon selbstverständlich wirkte das Geplauder über die Sicherheit in Stadions. Nachdem das Interview zwischen Kutschke und dem Sport1-Reporter im Kasten war, hielt es auch Stutzky nicht mehr in seinem schwarzen Sakko aus.

Dann hieß es: „Zeig her deine Füße!“ Kutschke ließ sich nicht lange bitten und zog Turnschuhe und Socken aus. Blau unterlaufene Fußnägel dominierten das Bild. Passend dazu wurde eine hellblaue Abdruckmasse angerührt. Die gefühlten 35 Grad ließen binnen Sekunden das Wasser warm und somit die Masse hart werden. Es musste noch einmal von vorne begonnen werden. Zwischenzeitlich grölte FC-Keeper Martin Hansen vom Balkon aus dem Vereinsgebäude Kutschke zu. Daneben sonnten sich oberkörperfrei Sonny Kittel und Florent Hadergjonaj und schauten neugierig zu, was sich unter ihnen auf dem Kunstrasenplatz abspielte. Als Kutschke seine Füße in die blaue Masse drückte, stellte FC-Pressesprecher Oliver Samwald eines klar: „Du weißt, was am Sonntag passieren muss. Wir wollen das nächstes Jahr auch hier haben.“ In fünf Tagen empfängt 1860 München die Schanzer in der ersten Runde des DFB-Pokals.

Samantha Meier
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