Mittwoch, 19. September 2018
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Nach Umbau und Renovierung des Marienheims bietet das Gundekarwerk 53 weitere Apartments an

Hohe Schule des studentischen Wohnens

Ingolstadt
erstellt am 14.09.2018 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 19.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Seit November 2017 geht es in der ohnehin recht engen Griesbadgasse der Altstadt noch enger zu als sonst. Am Marienheim herrscht reger Baustellenbetrieb, der voraussichtlich erst 2020 zum Beginn des Sommersemesters ganz abgeschlossen sein wird - mit 53 neuen Studentenapartments.
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Alles nur Fassade: Die neubarocke Front des Marienheims in der Griesbadgasse ist noch Originalbestand, sonst jedoch ist in dem Gebäude im Lauf der Jahrzehnte bereits viel umgebaut und verändert worden.
Alles nur Fassade: Die neubarocke Front des Marienheims in der Griesbadgasse ist noch Originalbestand, sonst jedoch ist in dem Gebäude im Lauf der Jahrzehnte bereits viel umgebaut und verändert worden.
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Wenn sich der studentische Nachwuchs nur ein wenig Sinn für die große wissenschaftliche Tradition Ingolstadts bewahrt hat, dann ist das hier ein überaus inspirierender Ort. Von einigen der Apartments werden die künftigen Bewohner auf den Medizingarten der Alten Anatomie blicken, auf der Fassadenseite der Griesbadgasse wartet das Innenstadtpanorama mit Hoher Schule, Münster und verwinkelten Gassen. Das Ganze bei 200 Euro Kaltmiete für etwa 25 Quadratmeter Wohnfläche beziehungsweise 300 Euro für eines der drei größeren Eltern-/Kind-Apartments.

"So habe ich in meiner Studienzeit nicht wohnen können", erzählt Christina Seidl, die ihr Architekturstudium in Regensburg absolvierte - einer Stadt, die es an historischer Schönheit nun wahrlich mit Ingolstadt leicht aufnehmen kann. Seidl betreut für das kirchliche Gundekarwerk das Bauprojekt Marienheim. Dem Unternehmen mit Hauptsitz in Schwabach gehören in Ingolstadt bereits 1878 Wohnungen, größtenteils staatlich gefördert. Auch das Studentenheim an der Theodor-Heuss-Straße - mit bekannter Pizzeria im Erdgeschoss - wird vom Gundekarwerk betrieben.

Das historische Gebäude der Stiftung Marienheim an der Griesbadgasse mit seiner neubarocken Fassade stammt aus der Zeit der Jahrhundertwende um 1900. Allerdings ist nach Angaben Seidls, von den Außenmauern abgesehen, kaum noch Originalsubstanz vorhanden. Im Inneren wurde im Lauf der Jahrzehnte immer wieder umgebaut und renoviert. Zu beiden Seiten entstanden zudem Anbauten, deren östlicher jetzt abgerissen ist, um Platz für einen modernen Anbau zu schaffen. Der Investor hat insgesamt 5,5 Millionen Euro veranschlagt.
Fenster zur Geschichte: Aus einem der künftigen Studentenapartments hat Christina Seidl vom Gundekarwerk beste Sicht auf den Garten der Alten Anatomie.
Fenster zur Geschichte: Aus einem der künftigen Studentenapartments hat Christina Seidl vom Gundekarwerk beste Sicht auf den Garten der Alten Anatomie.
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Wie Stiftungsverwalter Markus Reichhart erklärt, bleibt der Gebäudekomplex weiter im Eigentum der traditionsreichen Stiftung Marienheim, ist aber im Erbbaurecht langfristig an das St.-Gundekarwerk vergeben, den Träger der Studentenwohnungen. Dass auch in Zukunft dieses Haus zu Wohnzwecken dient, so Reichhart, sei letztlich die Fortführung der Stiftungstradition. "Was will man mehr?"

Das gesamte Gelände der Stiftung Marienheim reicht im rückwärtigen Teil bis zur Anatomie- und der Taschenturmstraße. Das "aktuelle Kerngeschäft", so der Verwalter, beschränkt sich vor allem auf die Kinderbetreuung mit Krippe, Kindergarten und Hort. 45 Mitarbeiter sind bei der Stiftung beschäftigt, eine eigene Betriebsküche liefert frische Kost. Die Berufsfachschulen mit ihren Zweigen Kinderpflege, Sozialpflege, Ernährung und Versorgung wechselten 2015 jedoch die Trägerschaft und werden seither von der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste (GGSD) geführt.


 
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