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Wettstettener haben viel Freude an ihrem dreitägigen Weihnachtsmarkt

Zauberhafter Adventsauftakt

Wettstetten
erstellt am 03.12.2017 um 20:57 Uhr
aktualisiert am 07.12.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wettstetten (DK) In der neuen Ortsmitte Wettstettens fand am Wochenende zum dritten Mal ein Weihnachtsmarkt statt. Direkt neben der Kirche und rund ums stimmungsvoll erleuchtete Rathaus erlebten viele Besucher einen gelungenen Start in die Adventszeit.
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Wettstetten: Zauberhafter Adventsauftakt
Foto: DK
Wettstetten

Birgit Diepold gefällt vor allem die Mischung aus Bühnenprogramm, Verkaufsständen mit Weihnachtsschmuck und Kunsthandwerk sowie den vielen Köstlichkeiten, die angeboten werden. "Und dass man so vielen Leuten aus dem Dorf in dieser angenehmen Umgebung begegnet", erzählt die Wettstettenerin. Den "größten Renner" findet sie das von der Freiwilligen Feuerwehr voriges Jahr ausgemusterte und zum "Schankmobil" umgebaute Löschfahrzeug. Das ist frisch poliert, weihnachtlich geschmückt und dazu noch (weihnachts-)klassisch leuchtend rot wirklich ein Schmuckstück. Wie für Diepold ist aber wohl für die meisten Besucher das große Plus, dass man Nachbarn, Bekannte und Freunde treffen und bei einem Glühwein mal wieder in Ruhe über alles Mögliche reden kann.

In Sachen Speisen ist man in Wettstetten richtig "international": Pfarrer Klaus Gruber hatte nach dem Riesenerfolg im vergangenen Jahr heuer vorgesorgt und 1500 Bratwürschtel in seiner fränkischen Heimat bestellt. "Aane oder Zwaa im Weckla" fanden reißenden Absatz. "640 waren am Freitagbend weg, am Samstag nochmal 570. Bleiben für heute noch 290", sagte der Geistliche gestern Nachmittag und schüttelte dabei den Kopf - erahnend, dass wahrscheinlich ziemlich bald am Sonntagabend ein "Ausverkauft"-Schild von Nöten sein würde. Aber dann blieben den Besuchern noch Nedas und Vahids persische Spezialitäten, Waffeln und gebrannte Mandeln sowie die Suppen der Wettstettener Gartler.

Jochen Borgmann, der Vorsitzende des Wettstettener Vereins für Landschaftsbau und Gartenpflege, stand mit Birgit Schleicher und Sandra Speth, die die Idee zur Suppen-Hütte hatte, in "Sandras Suppenküche" gleich neben dem Eingang des Bürgersaals und schenkte Suppe aus. Vier verschiedene standen zur Auswahl: Gulaschsuppe, Pichelsteiner Eintopf, Tomaten- und Kürbiscreme.

"Selbstverständlich alle selbst gekocht von Siggi Duttler, unserem Koch und Schreiner. Viele Helfer mussten einige Stunden Schnipselhilfe leisten. Damit man die Suppe auch bequem essen kann, wollte Siggi noch vier, fünf Stehtische für den Markt dazu schreinern. Dann sind es mal eben 13 geworden", erzählte Borgmann lachend und auch ein bisschen stolz auf seine Gartler. Die Weihnachtsmarktgäste freuten sich. "Köstlich", so eine Besucherin. Am Samstag hatte die Caritas-Sozialstation in der gleichen Hütte Rahmfleckerl angeboten - und dabei die Türen ihrer Tagespflege nebenan weit für Besucher geöffnet.

Mitten auf dem Platz hatte ein nostalgisches Kinderkarussell reichlich Zulauf, und ein bisschen seitlich eine große Feuerschale, über der Kinder Stockbrot rösten konnten. "Ich finde das superschön, dass es so familienfreundliche Angebote hier gibt, die von Herzen kommen", so die Mutter dreier Kinder, die sich freute, dass ihre Sprösslinge den Teig sogar geschenkt bekamen. "Und echte Feuerwehrleute passen auf!", stellte ein kleiner, dick eingepackter Vierjähriger beeindruckt fest. Auch das weihnachtliche Basteln für Kinder am Samstagnachmittag war bestens besucht und bot auch eine gute Gelegenheit, sich zwischendurch mal aufzuwärmen. Denn zapfig war es schon, das erste Adventswochenende.

Ansonsten: ein bunt gemischtes Programm, an dem die Kindergärten, die Schule und Wettstettener Musiker inklusive Schuldirektor und Bürgermeister beteiligt waren. Gestartet hatte am Freitagabend die Blaskapelle Hitzhofen, das Highlight für viele Besucher war der Schülerchor mit jugendlicher Unterstützung und großer Liedvielfalt von Weihnachtsklassikern bis zu Hits von Mark Forster unter Leitung von Antonie Ecker. An den Verkaufsständen viel Weihnachtsschmuck, Krippen und Selbstgemachtes, in der Kirche das große Adventssingen am Sonntagnachmittag, auf dem Markt Besuche des Nikolaus, der begeistert von den Kindern empfangen wurde. Vor allem aber: drei Tage Begegnung - und am Sonntagabend gab's sogar noch den ersten Schnee.

Von Anne Gülich
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