Mittwoch, 19. September 2018
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Kommunalbetriebe legen Neukalkulation der Gebühren auch für Müll und Straßenreinigung bis 2022 vor

Wasser kostet mehr, aber sonst bleibt fast alles gleich

Ingolstadt
erstellt am 12.07.2018 um 21:22 Uhr
aktualisiert am 16.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (reh) Der Punkt mit den direkten Auswirkungen auf den Geldbeutel der Bürger war gestern schnell abgehakt.
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An den Trinkwasserbrunnen in der Stadt ist das Abzapfen natürlich kostenlos. Am heimischen Hahn müssen die Ingolstädter bald mehr zahlen.
An den Trinkwasserbrunnen in der Stadt ist das Abzapfen natürlich kostenlos. Am heimischen Hahn müssen die Ingolstädter bald mehr zahlen.
Foto: Hauser
Ingolstadt
Keine Wortmeldung oder sonstige Nachfrage gab es in der Verwaltungsratssitzung der Ingolstädter Kommunalbetriebe (INKB) unter dem Tagesordnungspunkt "Neukalkulation der Gebühren". Einstimmig wurde die Entscheidung getroffen und an den Stadtrat weitergeben, wo es am 26. Juli auch ziemlich schnell gehen dürfte. Es scheint schlicht unumgänglich, dass Trinkwasser aus dem Hahn ab 1. Oktober etwas mehr kosten wird: statt netto 1,03 Euro dann 1,26 Euro pro Kubikmeter. Die Erhöhung klingt nach viel, ist prozentual gesehen auch ordentlich, aber letztlich liegt Ingolstadt damit noch zum Beispiel unter Münchner (netto 1,57 Euro pro Kubikmeter) oder sogar auch Regensburger (brutto 1,48 Euro) Verhältnissen.

Was aber "eine sofortige Gebührenanpassung erfordert", wie es gestern hieß, ist eine Gebührenunterdeckung beim Wasser von rund 2,2 Millionen Euro, die bei den Kommunalbetrieben im aktuellen Geschäftsjahr aufgelaufen ist. Der Instandhaltungsaufwand für das Versorgungsnetz sei höher ausgefallen, als dies bei der letzten Gebührenbedarfsrechnung angesetzt worden war, so INKB-Vorstand Thomas Schwaiger. Üblicherweise werden die Gebühren auf vier Jahre berechnet und festgesetzt. Der aktuelle Zeitraum wäre noch bis Ende September 2019 gelaufen. Doch nun musste ein Jahr früher reagiert werden.

Wenn er schon beim Trinkwasser tätig werden musste, so ließ INKB-Chef Schwaiger gleich alle Gebühren überprüfen. Was nun vom Verwaltungsrat genehmigt wurde, soll dann bis 2022 gelten. Zwei Veränderungen, wenn auch sehr kleine, wird es hier zum 1. Oktober geben - wieder in Bezug aufs Wasser: Für ihr Schmutzwasser müssen die Ingolstädter (wegen einer Überdeckung) bald etwas weniger zahlen: Der Preis für einen Kubikmeter Abwasser sinkt um 8 Cent auf 1,60 Euro. Für Niederschlagswasser, das vom Grundstück (von sogenannten abflusswirksamen Flächen) in die Kanalisation geleitet wird, steigt die Gebühr leicht um 2 Cent auf 61 Cent pro Quadratmeter.

Unverändert bis zum Jahr 2022 bleiben nach der umfangreichen Neuberechnung durch die INKB dagegen die Müllgebühren und die für Straßenreinigung. Hatte es beim Abfall zum 1. Oktober 2011 und zum 1. Oktober 2015 jeweils Senkungen geben, so gebe es dieses Mal dafür keinen Spielraum. Die Entsorgung in der Mailinger Müllverbrennungsanlage wird für die INKB zwar immer günstiger und es werden auch höhere Preise beim Papier- und Elektroschrottverkauf erzielt. Diese würden die steigenden Personal- und Fuhrparkkosten sowie Abschreibungen abdecken können. Somit bleibt zum Beispiel der Preis für eine Restmülltonne mit 60 Litern (und Service) regulär bei 13,71 Euro pro Monat.

Und auch bei der Straßenreinigung ergibt sich für die Bürger keine Änderung: Pro Straßenfrontmeter werden (ohne Gehwegreinigung) je nach Klasse pro Jahr weiter 2,78 beziehungsweise 5,56 Euro fällig.
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