Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Die Sauwa Kicker aus Vohburg waren mit die Ersten, die Flüchtlinge mitspielen und mittrainieren ließen

Jeder ist willkommen, egal, woher er kommt

Vohburg
erstellt am 07.12.2018 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 12.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Vohburg (DK) Fußballspielen ohne Druck, ohne Unterschiede und vor allem so, dass alle dabei Spaß haben. Das sind das Ziele der Sauwa Kicker '03 aus Vohburg. Vor 15 Jahren haben sich die Sauwa Kicker aus einem lange gehegten Kindheitstraum einer Hand voll Gründungsmitglieder um Thomas Wibmer gegründet.
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Eine bunte Truppe, die gern Fußball spielt und jeden mitspielen lässt: die Sauwa Kicker.
Eine bunte Truppe, die gern Fußball spielt und jeden mitspielen lässt: die Sauwa Kicker.
Lamprecht
Vohburg
Inzwischen ist daraus ein Verein mit rund 70 Mitgliedern geworden, der seit kurzem das e.V. im Namen trägt, der sich regelmäßig an Spaß- und Benefizturnieren beteiligt, sie auch selbst veranstaltet und bei dem, und das ist Vorsitzendem Wibmer besonders wichtig, "jeder mitmachen darf, der Spaß am Fußball und an der Gemeinschaft hat."

"Bei uns", sagt Wibmer, "ist es egal, wo man herkommt, was man hat oder wer man ist. Jeder, der Fußball spielen möchte oder auch einfach nur so gerne dabei ist, darf kommen, mitmachen und Spaß haben. Übermäßiger Ehrgeiz und Standesdünkel sind da völlig fehl am Platz." Ein Credo, das man bei den Sauwa Kickern, anders als in vielen anderen Vereinen, nicht nur vor sich her trägt, sondern lebt.

Gezeigt hat sich das in ganz besonderem Maße, als vor einigen Jahren unzählige Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan nach Vohburg kamen: Als erster Verein im Ort waren es die Sauwa Kicker, die Engagement zeigten. Sie boten den jungen Männern die Gelegenheit, mit ihnen zu trainieren, sponserten Trikots, halfen, eine eigene Mannschaft zusammenzustellen. "Für mich ist das gelebte Integration. Reden kann jeder, aber wenn man wirklich helfen will, muss man auch was tun", sagt Wibmer.

Für den Verein hat sich das Engagement gelohnt, einige der jungen Männer kommen bis heute regelmäßig zum Training. Einer ist sogar fester Teil der Mannschaft. "Eine schöne Sache", freut sich Wibmer.

Gelebte Gemeinschaft ist bei den Sauwa Kickern ohnehin Programm: Männer und Frauen, Deutsche und Nichtdeutsche, Junge und nicht mehr ganz so Junge stehen hier gemeinsam auf dem Platz, hinter der Bande und im Organisations- und Helferteam. Eine Besonderheit, die man in einem herkömmlichen Fußballverein schon auf Grund der Regularien des Ligabetriebs nicht finden wird. "Eigentlich", sagt Wibmer, "ist bei uns alles möglich. Und wenn etwas nicht geht, dann machen wir es halt möglich."

Was damit gemeint ist, ist im Grunde simpel und doch eine Besonderheit, wie man sie selten findet: "Der Grundgedanke ist, dass sich vom Gründungsmitglied bis zur Freundin eines neuen Spielers alle im Verein wohlfühlen und das Ganze als eine Art große Familie sehen sollen."

Und genau so wird es auch gelebt: Egal ob nun ein Fußballturnier, ein Dartturnier, ein Wattturnier oder der gemeinsame Ausflug - dabei sind alle, die Zeit haben. Wer finanziell weniger gut dasteht, wird vom Verein unterstützt. "Darüber brauchen wir nicht groß reden. Das ist einfach so."

Spielen darf man bei den Sauwa Kickern übrigens ab 14. Eine eigene Jugend gibt es nicht. Die ist aber auch gar nicht nötig, denn die Jungen sind vom ersten Moment an Teil des Ganzen.

"Es ist eher so, dass wir im Moment über eine AH nachdenken, damit es die anderen alten Herren und ich ein bisschen ruhiger angehen lassen können", sagt Wibmer lachend. Der eigentliche Grund der Überlegung sei dabei aber, dass inzwischen rund 30 Spieler zum festen Team gehören und natürlich jeder einmal drankommen möchte. "Da ist das, glaube ich, schon ganz sinnvoll, so zu teilen. Von trennen wollen wir eigentlich gar nicht reden, schließlich stehen wir im Verein immer zusammen - als Mannschaft, als Team und vor allem auch als Freunde und Familie. Der einzige Unterschied zu früher ist, dass die Familie jetzt deutlich größer geworden ist."

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Susanne Lamprecht
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