Dienstag, 13. November 2018
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Urlaubsgefühle in der Heimat

stadtgeflüster
erstellt am 12.09.2018 um 20:17 Uhr
aktualisiert am 15.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
(khh) Ja, wo samma denn?
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Cornelia Hammer, Hammer, Cornelia, Ingolstadt
stadtgeflüster
Bislang dachten wir, Hitze und praller Sonnenschein von früh bis spät sind im September nicht unseren Breiten, sondern nur den südlichen Gefilden vorbehalten. Nehmen wir einfach mal Italien als Beispiel, das für unsereins ein begehrtes Reiseziel ist. Sie wissen schon: Dolce vita und so. Erinnert sei an dieser Stelle nur an laue Nächte bei Vino und Pasta - Meeresrauschen inklusive.

Doch was passierte da am vergangenen Sonntagmorgen, als unsereins gerade drei Stunden zuvor den Brenner - dieses Tor zu Sonne, Strand und Spaghettiglück - und zehn Stunden davor die Adria bei schweißtreibenden Temperaturen hinter sich gelassen und das Auto vor der Haustür im heimatlichen Ingolstadt zum Ausladen abgestellt hatte? Hemdsärmlig konnten die Koffer und Taschen voll mit Shorts, T-Shirts, leicht-luftigen Röcken und Badetüchern in die Wohnung gebracht werden. Und als der Wagen dann wieder von der Urlaubslast befreit war, lachte die Sonne mit den Urlaubsheimkehrern um die Wette. Der Spätsommer hat in unseren Gefilden noch einmal mächtig Fahrt aufgenommen - und das zeigte sich besonders augenscheinlich am gestrigen Mittwoch.

Zurück zum Sonntag: Unsereinem blieb am Nachmittag wirklich nichts anderes übrig, als die Urlaubsstimmung zu verlängern. Per Rad ging es an den Baggersee. Dort bevölkerten bereits die Sonnenhungrigen die Liegewiesen, am Donauwurm herrschte Hochbetrieb, und am Seehaus lautete die Devise: Kopf in den Nacken legen und die Sonnenbrille zurechtrücken.

Italien war also irgendwie zum Greifen nahe. Oder doch nicht ganz - denn spätestens abends war irgendwie Schluss mit Süden: Schließlich hielten vor einem Zebrastreifen an der Schutterstraße alle Autofahrer brav an, damit wir als Fußgänger sicher über die Straße kamen, In Bella Italia ist uns das nicht passiert: Denn hier wird die Überquerungshilfe hartnäckig von praktisch allen Wagenlenkern ignoriert, und die Fußgänger müssen die Fahrzeuge passieren lassen (wieso auch immer). Auch hinsichtlich der abendlichen Beleuchtung sind wir doch ein bisschen froh, wieder zurück in der Heimat zu sein. Denn bei uns ist es bei Dunkelheit durchaus üblich, nur mit eingeschaltetem Licht zu radeln - im Gegensatz zum Land, wo die Zitronen blühen.

Apropos: Die heimatlichen Urlaubsgefühle sollen nach einem zweitägigem Durchhänger am Wochenende wieder aufleben. Denn die Sommerluft kehrt aller Voraussicht nach zurück.
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