Dienstag, 19. Juni 2018
Lade Login-Box.

Beim Ingolstädter Triathlon rollen am Sonntag mehr als 2600 Athleten durch die Dörfer

Bereit für das Rekordfeld

Ingolstadt
erstellt am 07.06.2018 um 21:10 Uhr
aktualisiert am 11.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) So viele Sportler wie nie zieht die neunte Auflage des Triathlons nach Ingolstadt, was vor allem am Titel des Deutschen Meisters liegt, der über die Mitteldistanz vergeben wird. Die Organisatoren und ihre Helfer sind bereit für das Rekordfeld, das am Sonntag ab 8 Uhr in Wellen startet und wohl bei großer Hitze durch die Dörfer im Westen der Stadt rollt.
Textgröße
Drucken
 
Hammer
Ingolstadt
Immer wieder AC/DC. Das ist der Klingelton, den Veranstalter Gerhard Budy auf dem Handy hat. Und gefühlt alle fünf Minuten dröhnen die australischen Hardrocker aus seiner Hosentasche. Der nächste Anrufer, die nächste Aufgabe. Budy wird in diesen Tagen kaum ein Auge zubekommen können. Was aber normal ist vor einem Großereignis in dieser Dimension. Im neunten Jahr hat der Zucheringer natürlich Routine, trotzdem warten jedes Jahr aufs Neue die Überraschungen. Wie heuer 1500 Flugblätter, die Budy gestern Abend höchstpersönlich an der Strecke in Briefkästen steckte - und stecken musste. Dazu sei er im Sinne der Anwohnerinformation von amtlicher Seite angehalten worden. Dabei sei man schon im neunten Jahr, schüttelt der Veranstalter ratlos den Kopf.

 
Hammer
Ingolstadt
 Er weiß aber auch, dass große Teile der Menschen an der Strecke sich auf die Athleten freuen. In Unterstall und Egweil, am Wendepunkt der Radstrecke (siehe Karte), organisieren die dortigen Feuerwehren wieder Stimmungsnester. In Pettenhofen, Mühlhausen, Dünzlau und auch Gerolfing wird am Straßenrand ebenfalls gefeiert. Zudem im Weiler Hennenweidach, wo die Mitteldistanz-Radler um die Kapelle eine Schleife drehen. "Es kommen immer wieder Anfragen für private Feiern und Gartenfeste an der Strecke", sagt Budy, der von einer großen Unterstützung gerade in den Nachbarlandkreisen berichten kann. "Die sehen das ja auch nicht alle Tage." Bürgermeister Johannes Schneider habe in Egweil extra dafür gesorgt, dass die Radstrecke am Flugplatz frisch präpariert wird. Aber auch am Baggersee ist der Oberschüttweg, der zur Wechselzone auf dem Zeltlagerplatz des Stadtjugendrings führt, jetzt geteert. Hier rollt es ganz anders.

 
Dk-Grafik
Ingolstadt



Für Sonntag werden über 30 Grad erwartet. Da kann es für den einen oder anderen Athleten kritisch werden. 37 Wasserwachtler in vier Rettungsbooten sind auf der Schwimmstrecke im Einsatz. Gestern hatte der Baggersee (vor dem großen Schauer) 23,6 Grad, was für die Sprintdistanz und die Olympische Distanz ein Neopren-Verbot für die Starter bedeuten würde. Die Mitteldistanzler dürfen den Anzug für ihre zwei Kilometer lange Strecke bis zu 24,5 Grad nutzen.
Hammer
Ingolstadt



In praller Sonne liegt die Laufstrecke, für die eine dritte Verpflegungsstation ("Wir haben auch 15000 Schwämme geordert") aufgebaut wird. Vier Notärzte und 50 bis 60 Rotkreuzler sind im Notfall zur Stelle. "Die Athleten haben bei solchen Temperaturen trainiert", ist Budy von einer gewissen Rennhärte überzeugt. Er macht sich mehr Sorgen wegen eines Gewitters. Dann müsste man das Schwimmen notfalls abbrechen. An so etwas will aber natürlich niemand denken.
 
Christian Rehberger
Kommentare
Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!