Dienstag, 19. Juni 2018
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Startschuss für Umbau der viel befahrenen Weberkreuzung ist gestern mit dem Spatenstich erfolgt

Tag der Freude für Lenting und Hepberg

Hepberg
erstellt am 13.06.2018 um 18:01 Uhr
aktualisiert am 16.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hepberg (DK) Eine Entlastung des Verkehrs an der Weberkreuzung bei Hepberg ist ein lang gehegter Wunsch vieler Bürger. Für ein Ende der Staus und weniger Unfälle soll jetzt ein umfangreicher Umbau sorgen. Der symbolische Spatenstich für die "Höhenfreimachung" erfolgte gestern.
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Rund 6,3 Millionen Euro kostet das Projekt, das sich über eine Bauzeit von zwei Jahren erstreckt. Die Kosten trägt der Freistaat Bayern. Geplant ist der Umbau des Knotenpunktes der beiden Staatsstraßen 2335 und 2229, die an der Kreuzung zwischen Hepberg und Lenting zusammenstoßen. Bisher wurde der Verkehr an beiden stark befahrenen Straßen durch eine Ampel geregelt. Davor mussten Autofahrer vor allem zu Stoßzeiten lange warten.

Das soll jetzt anders werden. Der Leiter des Staatlichen Bauamts Ingolstadt, Lutz Mandel, ,erläuterte beim Spatenstich vor zahlreichen Gästen die geplanten Areiten. Wie genau die Kreuzung nach dem Umbau aussehen soll, konnten die Besucher auf ausgestellten Plänen sehen.
"Nach Abschluss der Arbeiten 2020 werden die vier Äste der beiden Straßen künftig nicht mehr zusammenstoßen", erläuterte Mandel. Ein Kreisel am Ortseingang von Hepberg auf Höhe der Tankstelle Weber soll den Verkehr über fünf Äste weiterleiten. Die Radwegverbindung zwischen Hepberg und Lenting bleibe; sie soll über eine Brücken geleitet werden.

"Welche Verkehrsbedeutung der Knotenpunkt hat, konnten wir die letzten 14 Tage aufgrund anderer Baumaßnahmen eindrucksvoll sehen", sagte Mandel weiter. Aufgrund einer Baustelle und der Sperrung der Bahnhofstraße zwischen Lenting und Kösching seien die beiden Staatsstraßen noch stärker frequentiert gewesen. Der Chef des Staatlichen Bauamts betonte: "Die Ampeln an der Kreuzung sind am Ende ihrer Leistungsfähigkeit." Rund 7700 Autos am Tag verkehren auf den zwei Staatsstraße (der bayernweite Schnitt für Staatsstraßen liegt derzeit bei rund 4100 Fahrzeugen pro Tag).

Im Jahr 2005 hatte das Straßenbauamt Ingolstadt von Bayrischen Innenministerium erstmals den Auftrag erhalten, die technische Machbarkeit einer Höhenfreimachung der Hepberger Kreuzung zu untersuchen. Dass sich der Baubeginn so lange verzögerte, lag laut Mandel auch an einer Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss. Baubeginn war am 4. Juni.

Der Behördenleiter ging auch kurz auf die fünf Bauphasen ein, bei denen insgesamt 50000 Kubikmeter Erde bewegt werden sollen. Gut für die Bürger sei, dass die beiden Staatsstraßen auch während der langen Bauphase in beiden Richtungen befahren werden könnten. Der Verkehr wird in dieser Zeit über eine Umfahrung und eine Baustellenampel geregelt. Abschließend bat Mandel alle Verkehrsteilnehmer für die nächsten zwei Jahre um "die nötige Portion Gelassenheit".

"Ein für die Region entscheidendes verkehrspolitisches Ereignis" ist für Landtagsabgeordnete Eva Gottstein (FW) der Umbau der Kreuzung, der künftig "eine ganz wichtige Entlastung" bringen werde.

"Es braucht immer viel Herzblut, wenn man eine so gewaltige planerische Maßnahme auf den Weg bringt", sagte Landrat Anton Knapp (CSU). "Da freut man sich, wenn es auf der Baustelle richtig losgeht."

Die Freude über den Baubeginn stand auch im Zentrum der weiteren Grußworte: "Das ist ein freudiger Tag für Hepberg und Lenting, auf den beide Gemeinden lange gewartet haben", sagte Bezirksrat Reinhard Eichiner (CSU). Hepbergs Bürgermeister Albin Steiner (CSU) pflichtete dem bei: "Für Hepberg und Lenting ist das ein Tag der Freude." Er riet allerdings mit einem Augenzwinkern dazu, die letzte Phase wegzulassen: "Den Rückbau brauchen wir nicht." Nach Abschluss der Baumaßnahme soll nämlich die Behelfsumfahrung westlich und nördlich von Hepberg verschwinden.

Es käme selten vor, dass sich die Bürger freuen, wenn eine Baustelle käme, meinte Lentings Bürgermeister Christian Tauer (SPD). Bei diesem Umbau sei das jedoch der Fall. Tauer ergänzte, der Umbau der Weberkreuzung könne nur ein Baustein sein. In diesem Zusammenhang verwies er auf andere dringliche Maßnahmen wie die Höhenfreimachung westlich von Hepberg.

Als erste Maßnahme an der Weberkreuzung werden noch im Juni die Arbeiten am Kreisel beginnen. Die Arbeiten starten auf Höhe der Tankstelle und werden sich voraussichtlich bis September 2018 hinziehen. Während der Anlegung und Asphaltierung der Kreiselinsel muss mit kurzzeitigen Vollsperrungen gerechnet werden, hieß es beim Spatenstich.
Verena Vogl