Montag, 20. August 2018
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Hanno Krämer führt Ringseer Sektion - Bau eines Boulderbereichs im Kletterzentrum beschlossen

Stabwechsel bei den Alpinisten

Ingolstadt
erstellt am 14.05.2018 um 17:39 Uhr
aktualisiert am 18.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Die Wahl des neuen Vorsitzenden der Sektion Ringsee verlief schnell und einstimmig - ab sofort führt Hanno Krämer die Ringseer Alpinisten mit mehr als 6000 Mitgliedern. Er folgt Stefan Moser nach, der nach 15-jähriger Amtszeit nicht mehr kandidierte. Der 52-jährige Ingenieur ist seit vielen Jahren in der Sektion aktiv, ist ausgebildeter Familiengruppenleiter und alpiner Allrounder.
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Folgt nach 15 Jahren auf den bisherigen Vorsitzenden Stefan Moser: Hanno Krämer (rechts) leitet die mehr als 6000 Mitglieder starke Alpenvereinssektion Ringsee. Eine seiner großen Aufgaben ist der Bau eines neuen Boulderbereichs in der bestehenden Kletterhalle am Baggerweg.
DAV-Sektion Ringsee
Ingolstadt
Zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern hat er zudem über viele Jahre eine der zahlreichen Familiengruppen der Sektion geleitet. Als erste Amtshandlung des neuen Vorsitzenden stand der Beschluss über den Bau eines neuen Boulderbereichs im Kletterzentrum auf der Tagesordnung.

Vor der Wahl kamen aber noch die Tätigkeitsberichte der einzelnen Ressorts und der Finanzbericht des Schatzmeisters für das Jahr 2017. Die beiden Schatzmeister Edi Kunz und Thomas Zehetbauer konnten der Versammlung bei einem Gesamtumsatz von knapp 800000 Euro ein positives Vereinsergebnis vorstellen. Zum Abschluss der Berichte erinnerte der scheidende Vorsitzende Stefan Moser an die wichtigsten Meilensteine der vergangenen 15 Jahre wie Bau, Ausbau und Betrieb des Kletterzentrums, Entwicklung einer "Balanced-Score-Card" mit der Sektionsmission "Bergsport für die ganze Familie!", Kooperationsvereinbarung mit der Sektion Ingolstadt sowie Bau des Alpenvereinszentrums und bedankte sich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihr überaus großes Engagement. Die Entlastung des Vorstands durch die knapp 100 anwesenden Mitglieder erfolgte daraufhin einstimmig.



Nachdem die bereits seit längerem bestehende Vorstandsfindungskommission ihre Wahlvorschläge für fast alle Vorstands- und Beiratspositionen vorgestellt hatte, konnte Wahlleiter Rudi Dittert die Wahlen schnell und per Handzeichen durchführen. In den geschäftsführenden Vorstand wurden gewählt: Vorsitzender Hanno Krämer, stellvertretender Vorsitzender Ernst Pöhler, SchatzmeisterEduard Kunz, Schriftführer Walter Merkel, Jugendreferent Simon Drescher (bestätigt), stellvertretender Schriftführer Sepp Schweiger und der stellvertretender Schatzmeister Thomas Zehetbauer.

Den zwölfköpfigen Beirat besetzen Andreas Dietze, Katharina Lang, Roland Göbel, Sebastian Härtl, Julian Zalud, Silvia Schneider, Manfred Peischl, Michael Rohrhirsch, Thomas Niemeier, Roger Simak, Michael Kapfer und Jakob Hensel. Den Ehrenrat bilden Martina Blöhs, Wolfgang Max und Marcell Jakobi. Die Kassenprüfer sind Michael Schmidt und Michael Hensel. Da der Bau einer eigenen Boulderhalle mit der aktuell geltenden Förderrichtlinie nicht durch den Bayerischen Landessportverband und damit auch nicht von der Stadt Ingolstadt bezuschusst werden kann und zwischenzeitlich auch ein kommerzieller Anbieter eine neue Boulderhalle in Ingolstadt errichtet, war für die Ringseer Alpinisten eine Neubewertung des Projektes notwendig geworden. Der 2017 getroffene Grundsatzbeschluss wurde daher auf unbestimmte Zeit zurück gestellt.

Der Bedarf für Boulderwände und weitere Trainingsmöglichkeiten innerhalb des Kletterzentrums wird bei der Sektion aber trotzdem als sehr groß angesehen. Daher stellten Sepp Schweiger und Simon Drescher als Alternative zum Bau einer neuen Halle die Pläne für einen deutlich kleineren, kostengünstigeren und schneller zu realisierenden Indoor-Ausbau vor. Nach einer laut Verein "ausführlichen und sehr sachlich-konstruktiven Debatte" wurde der Bau eines neuen Boulderbereichs im Kletterzentrum "mit großer Mehrheit" beschlossen. Die praktische Umsetzung des neuen, etwa 400000 Euro teuren Projektes mit Bau von rund 400 Quadratmetern Boulderwandfläche auf einer zusätzlichen Empore, Verlagerung und Neubau der Kinderkletterburg, Bau einer neuen Vorstiegswand und eines multifunktionalen Trainingsbereiches soll bis Herbst 2019 erfolgen.