Freitag, 21. September 2018
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FOS und Wirtschaftsschule freuen sich auf ihre dringend benötigten Neubauten

Sie haben einen Plan

Ingolstadt
erstellt am 11.09.2018 um 21:08 Uhr
aktualisiert am 15.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (sic) Der Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) und der Wirtschaftsschule stehen große Veränderungen ins Haus: nämlich ein neues Haus. Die FOS/BOS erhält Auf der Schanz ein zusätzliches Gebäude; die Planungen sind weit gediehen. Nach einer heftigen politischen Auseinandersetzung kam es im Juli zum Grundsatzbeschluss für die neue Heimat der Wirtschaftsschule neben dem Altbau am Brückenkopf. In beiden Schulen ist man froh, dass es vorangeht mit den dringend benötigten Neubauten, denn der Zustrom der Schüler hält unvermindert an.
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Unerwarteter Ärger: Ende Juli gerieten FW-Fraktionschef Peter Springl (l.) und OB Christian Lösel im Stadtentwicklungsausschuss über einem Baukörpermodell für das Schulbauvorhaben am Brückenkopf ziemlich aneinander. Aber später vertrug man sich wieder.
Unerwarteter Ärger: Ende Juli gerieten FW-Fraktionschef Peter Springl (l.) und OB Christian Lösel im Stadtentwicklungsausschuss über einem Baukörpermodell für das Schulbauvorhaben am Brückenkopf ziemlich aneinander. Aber später vertrug man sich wieder.
Silvester / Archiv
Ingolstadt
Von Platz eins grüßt die FOS / BOS. Dann kommt erst mal lange nichts. Die größte Schule der Region hält diesen Rang mit weitem Abstand: fast 1600 junge Leute werden hier unterrichtet. Auf Platz zwei folgt das Apian-Gymnasium mit 1120 Schülern, Platz drei erreicht das Katharinen-Gynmasium mit 1069 Schülern. Bei der FOS/BOS kommt, wie berichtet, erschwerend hinzu, dass sie bis 2021 ihre angemieteten Räume im Ignatiushaus an der Jesuitenstraße verlassen muss, weil der Eigentümer - die Diözese Eichstätt - Eigenbedarf angemeldet hat; sie benötigt die Klassenzimmer für ihre Gnadenthal-Realschule.

Der Stammsitz der FOS/ BOS in der Flandernkaserne ist seit Jahren randvoll. "Wir arbeiten in permanenter Raumnot", erzählt Erich Winter, der Direktor, zum Start des neuen Schuljahrs. Immerhin ist jetzt Land in Sicht: In Zuchering wird derzeit der Neubau der Emmi-Böck-Schule errichtet. In den nächsten Sommerferien soll das Förderzentrum umziehen. Sobald dessen bisheriges Gebäude Auf der Schanz geräumt ist, wird es abgerissen, und der Platz ist frei für die Erweiterung der FOS/BOS.

Die Pläne dafür haben es bereits bis in den Gestaltungsbeirat geschafft. Über einige Punkte (etwa das Erscheinungsbild zur Straße hin oder die Frage, wo der Haupteingang liegen soll) war im Weiteren noch zu reden. Der Schulleiter findet das Raumkonzept "wirklich sehr schön! Das entspricht genau unseren Bedürfnissen". In dem Zusatzbau Auf der Schanz sollen vor allem Klassen und Fachräume für die BOS angesiedelt werden.

So weit die nahe Zukunft. Im Tagesgeschäft ist die Personalgewinnung immer ein Thema. "Die Situation ist noch relativ gut", sagt Winter. "Nach bisheriger Planung fällt nichts aus." Die FOS/BOS wird die bewährte Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten (THI, KU Eichstätt-Ingolstadt, TU München) weiter vertiefen. Der Direktor verweist auch stolz auf das dichte Netz an Kontakten für Auslandsaufenthalte, das seine Schule geknüpft hat. "Wir können jetzt Betriebspraktika in fast allen Ländern der EU anbieten." Und darüber hinaus: Moskau ist neu dazugekommen, sowie (in der EU) die Partnerstadt Grasse.

Internationalität gehört seit Langem zu den Schwerpunkten der Ingolstädter FOS/BOS. Nach dem obligatorischen Fach Englisch "bieten wir alle fünf möglichen zweiten Fremdsprachen an", berichtet Winter.

Die Private Wirtschaftsschule hat gestern 147 neue Schülerinnen und Schüler begrüßt; sie gehen in sechs Klassen, aufgeteilt in Zweige, die in zwei, drei oder vier Jahren zum Abschluss führen. Außerdem gibt es eine Modellklasse ab der Jahrgangsstufe sechs. "Die Personalausstattung ist bestens, es können neben den Pflichtstunden zusätzliche Förder- und Wahlkurse angeboten werden!", berichtet Sabine Pannwitz, die Direktorin. Es ist das Ziel, Bewährtes weiterzuentwickeln: "Seit Jahren pflegen wir mit vielen Betrieben der Region einen engen Kontakt und Austausch. Seit dem Schuljahr 2017 / 2018 treffen wir mit den Unternehmen schriftliche Vereinbarungen zur inhaltlichen Ausgestaltung - Module - so einer Bildungspartnerschaft." Solche Module, die in verschiedene Fächer integriert werden können, sind zum Beispiel Expertenbesuche im Unterricht oder Azubi-Botschafter. "Ich freue mich auf ein fröhliches, engagiertes und erfolgreiches Miteinander!", betont die Schulleiterin zum Start..





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