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Der Sozialverband Deutschland bietet künftig Sprechstunden im AWO-Büro an

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Ingolstadt
erstellt am 06.04.2018 um 22:52 Uhr
aktualisiert am 10.04.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (peh) Die Arbeiterwohlfahrt und der Sozialverband Deutschland arbeiten jetzt auch in Ingolstadt noch enger zusammen.
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Zusammenarbeit im AWO-Büro an der Beckerstraße: (von links) Claudia Henze und Elfriede Schreiner vom SoVD und Günter Süß.
Zusammenarbeit im AWO-Büro an der Beckerstraße: (von links) Claudia Henze und Elfriede Schreiner vom SoVD und Günter Süß.
Eberl
Ingolstadt
Wie die beiden Verbände erklären, wollen sie künftig miteinander auftreten und informieren. Die Gemeinsamkeit mache sie stärker, für die Rechte der Menschen einzutreten und den Sozialabbau in Deutschland zu stoppen, so Kreisvorsitzender Günter Süß. Die soziale Lage werde immer komplizierter, Einschnitte und Kürzungen schafften ein Klima steigender sozialer Kälte. Vor allem kranke und behinderte Menschen fänden sich in der Vielzahl der Sozialgesetzbücher und Rechtsvorschriften nicht mehr zurecht.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) mit bundesweit rund 560000 Mitgliedern will Betroffenen umfassend helfen und zu allen Fragen des Sozialrechts beraten, von Antrags- und Widerspruchsverfahren bis hin zu Klagen vor den Sozialgerichten. "Unser Aufgabenspektrum ist groß", erklären Elfriede Schreiner und Claudia Henze, beim SoVD im Bereich München (Oberbayern) respektive Nürnberg (Mittelfranken) hauptamtlich für den Rechtsschutz der Mitglieder zuständig. Dazu zählen das Schwerbehindertenrecht, Rentenfragen, Hartz IV, Grundsicherung im Alter, Pflege- und Krankenversicherung, staatliche Entschädigungsleistungen, medizinische und berufliche Rehabilitation oder auch Anträge auf Absenkung der Rundfunkgebühren. "Unsere Klientel ist groß und die Arbeit ist mehr geworden, weil immer mehr Leute mit ihrem Geld nicht auskommen", berichten die beiden SoVD-Mitarbeiterinnen. Der Sozialverband habe entsprechende Fachleute und biete (auch telefonische) Beratungstermine an. Von der Kooperation, so Süß, Henze und Schreiner, profitieren beide Seiten: Die AWO erweitere ihr Angebot und der SoVD habe nach einigen Jahren Pause demnächst mit Sprechstunden im AWO-Büro in der Beckerstraße wieder einen Stützpunkt in Ingolstadt.

Die Arbeiterwohlfahrt hat bayernweit rund 70000 Mitglieder. Über 25000 haupt- und 14000 ehrenamtliche Mitarbeiter sind in über 1900 Einrichtungen in allen Bereichen der Sozialen Arbeit tätig. Zu den Leistungen der AWO Ingolstadt gehören unter anderem ein Pflegedienst, eine Kleiderkammer, betreutes Wohnen, eine betreute Wohngemeinschaft, Familien- und Haushaltshilfen sowie seit gut vier Jahren eine MPU-Beratung an der Beckerstraße für Menschen, die wegen Drogen oder Alkohol ihren Führerschein verloren haben. Über 1000 Klienten hat die AWO bereits begleitet. Mit im Programm sind auch Entwöhnungs- sowie Anti-Gewalt-Kurse.