Donnerstag, 20. September 2018
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Schülerzahlen, Personalausstattung, Bauarbeiten, Projekte, Zukunftspläne: Die Gymnasien im Überblick

Neue Fenster und andere Aussichten

erstellt am 10.09.2018 um 19:59 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Apian-Gymnasium: Auf der ansonsten sehr fröhlichen Abschiedsfeier für Apian-Direktor Karl-Heiz Haak im Juli hing die Stimmung kurz etwas durch, als der Zeitplan für das Ende des alten Schulzentrums Südwest und die Zukunft des Gymnasiums zur Sprache kam; weil andere Schulbauprojekte dringender waren, wurde das Apian auf der Prioritätenliste zurückgestuft.
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Fröhliche Grüße aus dem Katherl: Nach drei Jahren ist die Fenster-Misere beendet. Gut 120 der Trümmer wurden ausgetauscht.
Fröhliche Grüße aus dem Katherl: Nach drei Jahren ist die Fenster-Misere beendet. Gut 120 der Trümmer wurden ausgetauscht.
Hammer
2020 beginnen demnach die Abrissarbeiten im Gebäudeteil Nord. Im Schuljahr 2023/24 soll der Neubau stehen. Finaler Abschluss der Arbeiten: voraussichtlich 2029. Es sei aber keineswegs so, dass die Schule bis zum Umzug in heruntergekommenen Räumen ausharren müsse, betont Alfred Stockmeier, der neue Direktor. Das Gebäude sei zwar angejahrt, aber nicht marode. "Die Stadt ist sehr darum bemüht, uns nicht dem Chaos zu überlassen. " Eine Toilette sei generalsaniert worden, zwei wurden "deutlich aufgebessert", viele Räume und Flure haben einen neuen Anstrich erhalten. "Wir kommen gut zurecht", sagt Stockmeier. Der Beliebtheit der Schule hat der anstehende Abriss noch keine Abbruch getan: Im neuen Schuljahr gehen 1120 Schüler auf das Apian-Gymnasium, davon 165 Fünftklässler.
  • Gnadenthal-Gymnasium: In der Schule der Diözese Eichstätt werden heute 710 Schülerinnen und Schüler erwartet, davon 112 Fünftklässler. Das große Projekt des neuen Schuljahrs ist, wie berichtet, der Aufbau eines gebundenen Ganztagsangebots unter der Leitung eines Sozialpädagogen. Das Gnadenthal sei bestens gerüstet, sagt Marita Prunsche, die stellvertretende Schulleiterin: "Wir haben eine gute Personalausstattung und konnten ein umfangreiches Wahlfachprogramm mit über 50 Kursen einrichten - und ebenso alle vorgesehenen Intensivierungsstunden in kleinen Gruppen. "
 
  • Gymnasium Gaimersheim: In der gemeinsam von der Stadt Ingolstadt und dem Landkreis Eichstätt erbauten und getragenen Schule starten 734 Schüler ins neuen Jahr, davon 100 Fünftklässler. Direktor Manfred Ruckdäschel sagt über die Personalausstattung: "Pflicht- und Wahlunterricht können vollständig gehalten werden. Es fällt zu Schuljahresbeginn kein Unterricht wegen Lehrermangels aus. Hoffentlich bleibt's für den Rest des Schuljahres weiterhin so! " Das jüngste Gymnasium der Region möchte jetzt einen Schüleraustausch mit den USA aufbauen. Erste Kontakte seien schon angebahnt, so der Schulleiter.
 
  • Katharinen-Gymnasium: Eine erfreuliche Nachricht: Die neuen Fenster sind eingebaut! Die allermeisten zumindest, die letzten der kaputten alten Fenster werden in der ersten Schulwoche ausgetauscht, berichtet Rudolf Schweiger, der Direktor. Dann ist ein langes und wenig erbauliches Kapitel abgeschlossen, das viel darüber erzählt, wie schwierig es ist, marodes, denkmalgeschütztes Inventar zu sanieren. 30 Klassenzimmer à vier Fenster: Da war einiges zu tun. Fortan kann man (nach drei Jahren) in jedem Raum wieder richtig lüften. Jetzt besuchen 1069 Schüler das Gymnasium, davon 167 Fünftklässler in sechs Klassen. Die Personalrekrutierung "hat diesmal a bisserl gedauert", sagt Schweiger, aber es werde alles planmäßig laufen. 94 Lehrkräfte unterrichten am Katherl. "Wir haben keinen Ausfall. " Den Schulleiter freut es sehr, dass das Talente-Atelier so gut angenommen werde. Hier können Schüler freiwillig am Nachmittag eine Stunde lang kreativ-spielerisch die Welt der Naturwissenschaften und der Künste erkunden. "Da machen 50 Prozent der Schüler mit", erzählt Schweiger. "Die wollen was lernen! "
 
  • Reuchlin-Gymnasium: Es ist ein "Rückbau" des Ostflügels, der bald beginnt, kein "Abriss" - diese präzise Wortwahl ist Edith Philipp-Rasch, der Schulleiterin, sehr wichtig, weil in der Enge des Baufelds am Oberen Graben (also tief in der Altstadt) natürlich keine Abrissbirnen schwingen können. Dem ältesten Gymnasium der Stadt stehen langwierige und komplizierte Bauarbeiten ins Haus: Das voraussichtlich drei Monate dauernde Abtragen des maroden (und immer schon unansehnlichen) Reuchlin-Anbau aus den 1970ern - vermutlich der erste Abriss eines Schulgebäudes in Ingolstadt seit dem Beginn der modernen Bauaufzeichnungen - wird seit 2014 geplant. Die Direktorin ist deshalb zuversichtlich, dass die Arbeiten verlaufen wie vorgesehen, und sich die Beeinträchtigungen für die gut 700 Schüler und ihre Lehrer in Grenzen halten. Neben den intensiven Bauvorbereitungen galt es, auch noch den Standardbetrieb des Reuchlins zu organisieren. "Wir sind mit Personal ordentlich versorgt und können alles anbieten", so Philipp-Rasch, auch viel Wahlunterricht. Darunter - das ist neu - Chinesisch ab der zehnten Klasse, und zwar in einem Sammelkurs gemeinsam mit den drei anderen Altstadtgymnasien.
 
  • Scheiner-Gymnasium: Seit Februar leitet Iris Jamnitzky das Traditionsgymnasium am Hartmannplatz. "Wir starten mit 897 Schülerinnen und Schülern ins neue Schuljahr", berichtet sie. "Durch die Zuweisung des Kultusministeriums und die Ergänzung der Lehrerversorgung mit zusätzlichen Verträgen konnte sichergestellt werden, dass Unterricht laut Stundentafel ohne Kürzungen stattfinden kann. In den Sommerferien wurde die Pausenhalle renoviert, und die IT-Verkabelung ist in weiteren zwei Gebäudeteilen erfolgt. "
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