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Fast 120 Kinder wurden gestern in Vohburg und Münchsmünster eingeschult

Mit großen Augen und großen Schultüten

Vohburg
erstellt am 11.09.2018 um 18:23 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Vohburg/ Münchsmünster (DK) Für einige Buben und Mädchen war es gestern ein besonderer Tag, sie sind in die Schule gekommen. Mit prall gefüllten Schultüten und ihren nagelneuen Schultaschen haben sie sich aufgemacht in einen neuen Lebensabschnitt, unter anderem in Vohburg und Münchsmünster.
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Riesenandrang herrschte in Vohburg. Die Turnhalle reichte kaum aus, um alle Kinder und vor allem alle Eltern und Angehörige zu fassen, die beim ersten Schultag dabei sein wollten. Auch die Kinder in Münchsmünster lauschten am Anfang gespannt den Worten des Rektors (oben).
Riesenandrang herrschte in Vohburg. Die Turnhalle reichte kaum aus, um alle Kinder und vor allem alle Eltern und Angehörige zu fassen, die beim ersten Schultag dabei sein wollten. Auch die Kinder in Münchsmünster lauschten am Anfang gespannt den Worten des Rektors (oben).
Lamprecht
Vohburg
Mit großen Augen sitzen die 41 Erstklässler der Grundschule Münchsmünster auf Bänken in der Turnhalle. Hinter ihnen eine Phalanx von Eltern, Großeltern, Onkeln, Tanken und hin und wieder sogar dem ein oder anderen Nachbarn. Vor ihnen die alten Hasen der Schule, die Zweit- bis Viertklässler, die die Kleinen mit Liedern und Gedichten willkommen heißen, die Lehrerinnen, die mit ihrer bloßen Anwesenheit ein Stück erwachsen werden versprechen und natürlich Rektor Michael Hanna, der sie in der Schule begrüßt und auch schon die ein oder andere Frage stellt.

Ein bisschen beängstigend ist all das für die Kinder schon. Der ein oder andere versteckt sich da fast hinter der viel zu groß wirkenden Schultüte. Auf die Frage, wer sich auf die Schule freut, werfen dann aber doch alle begeistert die Hände in die Luft, lachen und schauen sich plötzlich gar nicht mehr nach den Eltern um.

Ganz ähnlich sieht es derweil auch in Vohburg aus: Im etwas größeren Rahmen - schließlich werden hier 78 Kinder in drei Klassen eingeschult - zeigt sich fast das gleiche Bild. Vorfreude, Spannung, Erwartung aber auch ein bisschen Nervosität, was der neue Lebensabschnitt wohl bringen mag.
 
Lamprecht
Vohburg



Wo die aber größer ist, bei den Eltern oder bei den Kindern, das vermag man an beiden Schulen kaum zu sagen. Hier wie dort, dürfen die Eltern ihre Kinder noch ins Klassenzimmer begleiten, werden dann aber in Richtung Elterncafé gelotst. Hier wie dort würden viele Eltern ihre Sprösslinge sichtlich lieber nicht alleine lassen. Hier wie da finden sich die Kinder aber schnell zurecht. Tränen gab es an diesem ersten Schultag, anders als in manch anderem Jahr, jedenfalls keine.

Einen Grund dazu gibt es, da sind sich die Schulleiter Michael Hanna und Elisabeth Bachmeier einig, ohnehin keinen: "Viele Kinder kennen sich ja schon und auch die anderen finden ganz schnell Freunde und in ein paar Tagen ist das ohnehin schon alles Normalität", sagen sie.

Wie schnell das geht und vor allem wie schnell sich bei den Kindern Fortschritte einstellen, davon zeigte sich auch Vohburgs Bürgermeister Martin Schmid begeistert: "Ich finde es jedes Jahr wieder erstaunlich", meinte er mit Blick auf die Zweitklässler, die den neuen Abc-Schützen Lieder und Gedichte vortrugen, "wie viel die Kinder in nur einem Jahr lernen - und es auch über die Ferien nicht vergessen."

Erstaunlich ist aber auch das Vorwissen, mit dem viele Kinder inzwischen eingeschult werden. Das bestätigt auch Hanna, der, wie immer zum ersten Schultag Karten mit Zahlen, Buchstaben, Farben, Tieren und Pflanzen mitgebracht hatte und auf die Frage, was denn darauf zu sehen sei, zuverlässig richtige Antworten erhielt. "Eigentlich könnten wir euch alle direkt in die zweite Klasse schicken", scherzte er und stellte wenig später doch noch eine kleine, angesichts der Aufregung allerdings verzeihbare Unsicherheit fest: Meldeten sich auf die Frage "Wer freut sich auf die Schule" noch alle Erstklässler, gingen bei "Bei wem ist denn die Mama heute dabei?", nur zwei Hände in die Höhe und das schien angesichts des großen Publikums in der Turnhalle doch eher unwahrscheinlich.
Susanne Lamprecht
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