Samstag, 19. Januar 2019
Lade Login-Box.

Gemeinderat legt 26000 Quadratmeter am nördlichen Ortsrand fest

Neues Bauland für Hepberg

Hepberg
erstellt am 10.12.2018 um 18:21 Uhr
aktualisiert am 13.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hepberg (blr) Wichtige Grundsatzentscheidungen hatte der Hepberger Gemeinderat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zu treffen. Ein wegweisender Beschluss war der zur Schaffung von rund 26000 Quadratmetern neues Bauland im Norden Hepbergs.
Textgröße
Drucken
Der Gemeinderat hat einstimmig entschieden, in Hepberg ein neues Baugebiet auszuweisen. Dazu fasste das Gremium den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan "Baugebiet Nord IV". Das neue Areal liegt am nördlichen Ortsrand von Hepberg und hat eine Größe von rund 26000 Quadratmetern. Es wird ein qualifizierter Bebauungsplan im vereinfachten Verfahren aufgestellt. In der Sitzung legte das Gremium nun den Umgriff des neuen Baugebiets fest. Alle weiteren Details werden im kommenden Jahr festgelegt.

Für die weitere Vorgehensweise beim Breitbandausbau in Hepberg stellte Rechtsanwalt Felix Siebler von der Antwaltskanzlei Watson, Farley & Williams das rechtliche Umsetzungskonzept vor. Das erste - und einzig förderfähige - Szenarium ist die Anbindung der Grundschule an das Breitbandnetz. Im zweiten Szenarium wurde die Erschließung des Baugebiets "Reitwiese" untersucht, in einem dritten die Kompletterschließung des gesamten Gemeindegebiets. Letztere Möglichkeit würde gemeindliche Investitionskosten in Höhe von rund vier Millionen Euro erfordern.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Breitbandausbau voranzutreiben und entsprechende Angebote einzuholen. Weiter plant die Gemeinde für die Bürger dazu im Frühjahr 2019 eine Informationsveranstaltung und im Anschluss daran eine Bedarfsumfrage unter allen Hepberger Haushalten. Dabei soll ermittelt werden, wie groß der Bedarf an leistungsfähigeren Breitbandanschlüssen tatsächlich ist.

Für die Oberflächenbefestigung des Parkplatzes an der Köschinger Straße neben dem Schützenheim liegen Kostenangebote vor. Der Rat beschloss, dass die Oberflächenbefestigung mit einer Dünnschichtasphaltierung im Frühjahr ausgeführt werden soll. Der Auftrag ging an eine bekannte Fachfirma zum Angebotspreis in Höhe von 8300 Euro.

Der Neubau eines Hauses für Kinder an der Friedhofstraße gerät immer mehr in eine zeitliche Verzögerung, weil die Regierung von Oberbayern weiterhin den Standpunkt vertritt, dass die Gesamtvergabe der Bauleistungen an einen Generalunternehmer förderschädlich sei. "Auf diese Förderung kann die Gemeinde Hepberg nicht verzichten, und ein Rechtsstreit mit der Regierung von Oberbayern würde den Zeitrahmen komplett sprengen", betonte der sichtlich verärgerte Bürgermeister Albin Steiner. Auch die Gemeinderäte schüttelten über diesen Rechtsstandpunkt die Köpfe. Das neue Haus für Kinder soll nun in Fertigteilbauweise errichtet werden. Mit diesem richtungsweisenden Schritt kann das Ziel - Fertigstellung im Jahr 2020 - noch erreicht werden. Für diese Baumaßnahme werden rund 5,5 Millionen Euro investiert.

Die Voruntersuchungen für die Sanierung und Erweiterung der Grundschule sind mittlerweile beendet. Als Kosten für das Bauprojekt werden rund 4,2 Millionen Euro veranschlagt. Baubeginn ist für Oktober 2019, die Fertigstellung für September 2021 geplant. In einem nächsten Planungsschritt müssen nun die Architektenleistungen der Phasen drei bis neun europaweit ausgeschrieben werden. Diese sollen im März vergeben werden.

AUS DER SITZUNG

  • Am Feuerwehrgerätehaus ist eine Sanierung mit der Reinigung der Fassade notwendig. Hierzu soll die Rathausverwaltung entsprechende Angebote einholen. Das Farbkonzept will der Rat in der nächsten Sitzung festlegen.

 

  • Für den Bauhof soll für den bisherigen Kommunalschlepper ein Unimog mit Kommunal- und Winterdienstausstattung beschafft werden. Auf die Gemeinde kommen Kosten in Höhe von 160000 Euro zu.
  • Der örtliche Rechnungsprüfungsausschuss hat die Jahresrechnung für den Haushalt 2017 geprüft und dabei keine Beanstandungen festgestellt. Somit konnte der Gemeinderat die Jahresrechnung einstimmig anerkennen.
  • Die Friedhofs- und Bestattungsgebühren für den gemeindlichen Friedhof in Hepberg werden zum 1. Januar 2019 angepasst. 2012 hatte der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss gefasst, dass die Gebühren jährlich um fünf Prozent erhöht werden.
  • Für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Solarpark Hepberg" behandelte der Gemeinderat die Stellungnahmen der Träger der öffentlichen Belange. blr


 

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!