Montag, 16. Juli 2018
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Platz für 600 Kinder: Bauvorhaben zentrales Thema der Bürgerversammlung in Haunstadt

Neue Schule im Fokus

Oberhaunstadt
erstellt am 13.07.2018 um 19:30 Uhr
aktualisiert am 13.07.2018 um 22:49 Uhr | x gelesen
Oberhaunstadt (DK) Bürgerversammlungen haben mitunter das Potenzial auszuufern, da sie höchstens einmal im Jahr stattfinden. Somit besteht oft Redebedarf in erhöhtem Maße. In Ingolstadt werden sie regelmäßig in allen Stadtteilen abgehalten, in denen es auch Bezirksausschüsse gibt. Jetzt waren Ober- und Unterhaunstadt an der Reihe.
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Stand Rede und Antwort: OB Christian Lösel bei der Bürgervertsammlung in Oberhaunstadt.
Stand Rede und Antwort: OB Christian Lösel bei der Bürgervertsammlung in Oberhaunstadt.
Foto: Brandl
Oberhaunstadt
Dort verlief am Donnerstagabend im mit Zuhörern nahezu voll besetzten Sportheim des TSV Ober- und Unterhaunstadt alles in einem überschaubaren Rahmen. Nach weniger als zwei Stunden Information, Austausch und Diskussion konnte Oberbürgermeister Christian Lösel, der auch den zweiten Bürgermeister, Albert Wittmann, mitgebracht hatte, die Versammlung schließen. Allzu große Ergebnisunzufriedenheit hinterließ er bei den Teilnehmern offenbar nicht. Individuelle Probleme von Bürgern im Nordosten der Stadt - sei es mit frühmorgendlichem Lärm durch Schneeräumfahrzeuge oder Geschwindigkeitsübertretungen im Wohngebiet - ließ er sich schildern. Anschließend wurden Name und Adresse der betroffenen Personen notiert - verbunden mit dem Versprechen, die zuständigen Behörden würden sich das ansehen und bei Bedarf die nötigen Maßnahmen zur Abhilfe ergreifen.

Ausführlicher fühlten die Bürger den Verantwortlichen - anwesend waren neben den beiden Bürgermeistern auch Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle, Kulturreferent Gabriel Engert und Tiefbauamtsleiter Walter Hoferer - beim Thema Erweiterung der Grund- und Mittelschule Oberhaunstadt auf den Zahn. Wie berichtet, machen die stark steigenden Schülerzahlen in der Schanz eine neue Mittelschule im Nordosten der Stadt erforderlich. Die hat es in sich, soll sie doch Platz für 26 bis 28 Klassen einschließlich Ganztagsbetreuung bieten. Das entspreche etwa 600 Schülern, stellte der Bezirksausschuss (BZA) Oberhaunstadt fest, der kurz vor der Bürgerversammlung zusammengekommen war.

Eine beeindruckende Zahl also, bei der einigen Bürgern, auch angesichts des befürchteten An- und Abfahrtverkehrs, mulmig wird. Was im Ortsteil bisher fehlte, war ein geeignetes Grundstück, das dem Vorhaben gerecht wird. Das habe die Stadt jetzt jedoch "im Auge", wie Engert berichtete. Sobald hierzu mehr gesagt werden könne, soll der BZA unterrichtet werden, sagte der Kulturreferent.

Der wiederum hatte sich in seiner Sitzung zuvor dafür ausgesprochen, dass der alte Sportplatz ("zu viel Verkehr, Sportplatz soll erhalten bleiben") und ein Gelände, südlich der Schule ("Wasserschutzgebiet") dafür seiner Ansicht nach nicht in Frage kämen. Das Bürgergremium könnte sich stattdessen einen Standort der neuen Schule am Unterhaunstädter Weg, nach dem Bahngleis beim Wasserlabor, vorstellen.

Ob es nicht sinnvoll sei, das Schulzentrum dort zu errichten, von wo die meisten Schüler kommen, wollte eine Bürgerin wissen. In dem Neubau sollen nach den Planungen der Schulverwaltung neben den Mittelschülern aus Oberhaunstadt auch die von der Pestalozzistraße und aus Mailing unterrichtet werden. Zum einen sei es nicht leicht, ein geeignetes Grundstück (10000 bis 15000 Quadratmeter Fläche) zu finden, antwortete Engert. Zum anderen gehe es darum, einen optimalen Schulweg für alle Schüler zu ermöglichen. Zudem richte sich die Größe einer Mittelschule nach dem Bildungsangebot, das diese bereitstellen müsse. Der Kulturreferent zerstreute auch Bedenken, die wegen der befürchteten Zunahme des Individualverkehrs bei einigen Haun-städtern aufkamen. Dieser finde überwiegend vor den Grundschulen statt.

Zur Neugestaltung des Kirchplatzes in Unterhaunstadt konnte Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle mitteilen, dass das sogenannte Seelenhaus, in dem auch die Obstpresse des Gartenbauvereins ihren Standort hat, zum Teil wohl nicht erhalten werden könne und rückgebaut werden soll. Dadurch bekommen der Vorplatz mehr Aufenthaltsqualität. Ein Platz für die Obstpresse sei aber nach wie vor vorgesehen.

Michael Brandl
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