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Die Funkrockband Jammin July hat ihr erstes Album veröffentlicht und sucht eine neue zweite Sängerin

Es begann in einem Juli

Musikalisch
erstellt am 01.12.2014 um 19:22 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 20:38 Uhr | x gelesen
Musikalisch ist in Ingolstadt so einiges geboten. Vor allem die junge Band- und DJ-Szene ist in den vergangenen Jahren gewachsen. In dieser Serie stellen wir Musiker mit ihren Projekten vor.
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0l-jamin july2 (1), Eberl, 27.08.2014
Der Bandraum ist ihr Reich: Harald Koch, Michael Hanke, Christian Schröder, Michaela Goß und Hakan Cesur (von links).
Eberl
Musikalisch

Der Name der Funkrockband Jammin July ist Programm: In einem Juli haben sich die Musiker zusammengefunden, und zufällig erschien auch im Juli ihr erstes Album „Get into“. Ihre Lieder entstehen zudem beim Jammen. Das heißt, die Band trifft sich, improvisiert und spielt ein bisschen zusammen, und schon steht ein neuer Song auf den Notenblättern. Klingt natürlich einfacher als es tatsächlich ist. Aber genau das ist der Band wichtig: Hauptsache, die Songs sind selbst gemacht.

Gründungsrauschen: Jung ist Jammin July in dem Sinne, dass es die Band noch gar nicht so lange gibt. Genauer gesagt seit gerade einmal zwei Jahren arbeiten die fünf in einem zur Schalldämpfung mit Eierkartons ausgestatteten Kellerraum an ihrer Musikerkarriere. „Michaela und ich waren sozusagen Gründungsmitglieder, und dann hat sich das so zusammengedümpelt“, erzählt Hakan. Nachdem sich seine ehemalige Band – dem einen oder anderen dürfte der club légère noch in guter Erinnerung sein – aufgelöst hat, wollte der Gitarrist wieder etwas Neues aufbauen. „Den Bandraum und das Studio ungenutzt zu lassen, wäre ein Frevel gewesen“, erklärt Hakan. In Musikläden und einem sozialen Netzwerk seien die anderen Bandmitglieder nach und nach gefunden worden. Der Juli 2012 gilt als offizieller Gründungsmonat.

Schaffensphase: „Wir haben noch kein Set gehabt und es hat ewig gedauert, bis die Band komplett war“, erklärt Hakan. „Erst als wir ein kleines Set hatten, haben wir uns auf die Bühne gewagt.“ Auftritte gab es bisher deshalb nur einige wenige, zum Beispiel in der Eventhalle und im Ohrakel. Die damals noch sechsköpfige Band konzentrierte sich vor allem auf die eigenständige Produktion des Albums „Get into“, das im Juli dieses Jahres endlich erschien. „Wir haben uns ziemlich entwickelt, heute haben wir uns eingespielt“, sagt Christian. Das Besondere an Jammin July: Neben dem Bassisten, dem Schlagzeuger und zwei Gitarristen sind zwei Sängerinnen für den Sound zuständig – zumindest noch auf der CD. Angelika Heudecker verließ die Band kürzlich aus beruflichen Gründen. Seither suchen die verbliebenen Bandmitglieder eine neue zweite Sängerin. Vor allem Michaela. „Wir haben so lange zu zweit gesungen, man merkt einfach, dass etwas fehlt“, sagt die 23-Jährige. „Mit zwei Sängerinnen klingt es bombastisch. Sehr feminin und vokallastig“, fügt Hakan hinzu.

Zukunftsmusik: Für die kommende Zeit haben sich Jammin July einiges vorgenommen. Neben dem nächsten Album sind Konzerte geplant, gerne auch außerhalb der Stadt. „Das Tragische in Ingolstadt ist, dass zu den Veranstaltungen kein Publikum mehr kommt“, bedauert Hakan. „Da spielt man dann vor 20 bis 100 Leuten, das ist immer recht kuschelig.“ Schon deshalb rechnet keiner der Musiker wirklich damit, mit Jammin July reich zu werden – obwohl mancher sehr wohl darüber nachdenkt. „Unser Ziel ist es natürlich, Millionäre zu werden“, scherzt Hakan. „Ein paar Groupies mehr würden auch nicht schaden.“ Verbiegen will sich die Band nicht. „Wir haben schon deutsche Texte, da dräng’ ich auch drauf“, sagt Hakan. „Aber wir sind irgendwie nicht auf die deutsche Rock- und Popwelle aufgesprungen, dafür ist unsere Musik nicht kommerziell genug.“ Um berühmt zu werden, gehöre jede Menge Glück dazu, ergänzt Harald. „Wir haben nichts dagegen, wenn ein paar CDs mehr verkauft werden, aber wir sind nicht davon abhängig.“ Für Gig-angebote – und eine neue Sängerin – ist Jammin July jederzeit offen.

Von Tanja Stephan
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