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Mit dem Flugtaxi zum Lösel-Tower

stadtgeflüster
erstellt am 13.07.2018 um 22:26 Uhr
aktualisiert am 18.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
(rl) Irgendwie ist in Ingolstadt nichts mehr so, wie es war: Das Audi Klassik-Open-Air im Klenzepark - nicht nur ohne Feuerwerk, sondern auch ohne Rupert Stadler.
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Der beurlaubte Vorstandsvorsitzende der Ingolstädter Automobilschmiede ist bekanntlich in Untersuchungshaft. Wie gerne er stattdessen bei einem Glas guten Wein im VIP-Bereich des Klassik-OpenmAirs sitzen würde, kann jeder nachvollziehen. Aber, wie sagt man so schön: Wer hoch steigt, fällt tief.

Apropos hoch, und apropos Wein: In der neuen Weinbar im hinteren Teil des Oldtimerhotels, wo sich das frühere "La Petite France" zum "Shardana" gewandelt hat, sitzt die wahre Ingolstädter Ideenschmiede. Ein paar Stammgäste des früheren, seit dem Jahreswechsel abtrünnigen Franzosen, trafen sich jüngst bei der Neueröffnung des jetzigen Sarden. Um neben sardischem Wein, ebensolchem Käse, der allein schon den Besuch in dem Lokal wert ist, und alten Zeiten auch das eine oder andere Ingolstädter Bauwerk hoch leben zu lassen. Etwa den "Lösel-Tower" am Nordbahnhof. Der, so haben wir uns sagen lassen, in dem Viertel tatsächlich so genannt wird! Vermutlich, weil unser aller geschätzter Oberbürgermeister gerne "hoch hinaus" will, wie er immer wieder versichert. Ob baulich oder verkehrstechnisch, was Lösels Vorstoß, Ingolstadt zur EU-Modellregion für Flugtaxis werden zu lassen, eindrucksvoll beweist.

Wir finden: Das Dach des Lösel-Towers, der eigentlich IN-Tower heißt und sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat, würde sich prima als Landeplatz für die künftigen Ingolstädter Flugtaxis eignen. Das Gebäude liegt direkt neben dem Nordbahnhof, ist also flugtaxitechnisch bestens angebunden. Und es ist mit 50 Metern so hoch, dass sich die Lärmbelästigung durch startende und landende Flugtaxis in Grenzen halten würde. Die vorbeifahrenden Züge machen eh einen Höllenlärm.

In der 16. Etage, also gleich unterhalb des Flugtaxilandeplatzes, könnte man eine Dependance des Rathauses einrichten. Mit bestens klimatisiertem Konferenzraum für Gespräche mit den oftmals hitzigen Oppositionsparteien. Zur Farbgestaltung des Interieurs empfehlen wir Blau oder Grün. Blau, weil es für Ruhe und Vertrauen steht, Grün, weil es ebenfalls beruhigt, harmonisiert und überdies Sicherheit und Hoffnung geben soll. Kann bei Gesprächen zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien ja nicht schaden.

Sollte der Run auf die Flugtaxis entsprechend groß sein, gibt es ja noch ein paar andere Häuser, die bis dahin hoch hinaus gebaut wurden und sich als zusätzliche Landeplätze eignen: Der Wohnblock in der Stargarder Straße etwa, oder die "Twin-Towers" in der Weningstraße, um nur einige zu nennen. Und vielleicht auch, als Gegensatz zu den chromblitzenden Motorsport-Raritäten, das Dach des Ingolstädter Oldtimerhotels. Der OB könnte beim Mayer Oli ja unverbindlich mal anfragen.
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