Dienstag, 25. September 2018
Lade Login-Box.

Am Wochenende findet zum 20. Mal der Markt der Handwerkskunst im Bauerngerätemuseum Hundszell statt

Meister zeigen ihr Können

Ingolstadt
erstellt am 14.06.2018 um 19:51 Uhr
aktualisiert am 18.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Es ist eine Erfolgsgeschichte, die im Bauerngerätemuseum Jahr für Jahr fortgeschrieben wird. An die 2000 Besucher kommen im Durchschnitt zum Markt der Handwerkskunst in Hundszell, schätzt Museumsleiter Max Böhm. An diesem Wochenende erlebt die Veranstaltung ihre 20. Auflage.
Textgröße
Drucken
Mitmachaktionen wie beim Schmied finden bei Kindern stets großen Anklang. Am Wochenende ist wieder so weit.
Mitmachaktionen wie beim Schmied finden bei Kindern stets großen Anklang. Am Wochenende ist wieder so weit.
Foto: Bauerngerätemuseum
Ingolstadt
Dabei ist der Markt keine originäre Idee des Museums. Die Idee stammt von der Künstlerin Susanna Smyczek-Schuhmann, die den Markt auf dem alten Ingobräu-Gelände, im Klenzepark und dann ein paar Mal auf dem Bürgerfest organisiert hatte. Doch echte Handwerkskunst und sich durchschiebende Massen vertragen sich nicht so sonderlich gut. So entstand schließlich die Idee, den Markt ins Bauerngerätemuseum zu verlagern.

"Am Anfang war das ein Herantasten", erinnert sich Böhm: "Wir haben klein angefangen." Mittlerweile hat sich der Markt mit seinen jeweils knapp 40 Ausstellern (mehr geht auch aus Platzgründen nicht) fest etabliert. "Das ist ein kulturelles Angebot, kein kommerzielles", betont Böhm als oberste Maxime - aber mit Bezug zum Museum. Ziel sei es, Handwerkskunst zu zeigen, die sich so nicht mehr rentieren würde. Davon profitiert auch das Bauerngerätemuseum. "Wir haben beobachtet, dass die Leute sich dann die Ausstellungen anschauen." Böhm legt Wert darauf, dass keine Handelsware in den Verkauf kommt, sondern nur selbst Gemachtes. "Im Regelfall haben wir auch keine Hobbykünstler", sagt Böhm: Nicht wegen der Qualität, sondern weil das Preisgefüge sonst durcheinander käme. Das Grundgerüst an Ausstellern bleibt, wobei jedes Jahr einige neue hinzukommen.

An diesem Wochenende verwandelt sich das Bauerngerätemuseum Hundszell nun zum 20. Mal in einen Markt der Handwerkskunst. In Hof, Garten und Halle des ehemaligen Blasibauernhofs werden dann wieder handgefertigte Unikate in großer Auswahl zum Kauf angeboten - und zwar von den Herstellern persönlich, die auch vielfach die Anfertigung ihrer Schmuckstücke vorführen. Dies und das breite Spektrum der vertretenen Handwerkszweige machen den besonderen Reiz des Hundszeller Marktes aus - und natürlich das gemütliche Ambiente in dem Anwesen.

Die Kunst des Möbelrestaurierens wird heuer ebenso vorgeführt wie der Facettenschliff kostbarer Schmucksteine, das Sticken filigraner Muster oder die Herstellung schicker Hüte. Von handgewebten Teppichen, Schmuckunikaten, handgefertigten Gitarren bis zu Pinseln und Bürsten, Keramik für Haus und Garten oder Schalen und Pfeffermühlen aus heimischen Hölzern gibt es auf dem Museumsmarkt viel zu entdecken. Längst zum Inventar gehört der Messerschleifer, der den mitgebrachten Messern und Scheren auf seinem per Pedal angetriebenen Schleifstein einen neuen Schliff verpasst.

Neben der Gelegenheit, Kunsthandwerk zu bestaunen und zu erwerben, können die Besucher natürlich das Museum samt der aktuellen Sonderausstellungen "Arma Christi" und "Friedhof der Traktoren" besichtigen. Der Samstagabend (ab 18 Uhr) gehört auch beim Jubiläumsmarkt der Ingolstädter Kultband Rad Gumbo, am Sonntag geht es beschwingt weiter mit Jazz of course. Selbstverständlich ist während des Marktes für das leibliche Wohl gesorgt. Und die jungen Gäste dürfen sich als Nachwuchshandwerker versuchen. Markt und Ausstellung sind am Samstag von 12 bis 21 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!