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Seit 25 Jahren restauriert das Ehepaar Huber alte Möbel und Glasfassungen

Wohnen mit Antiquitäten

Manching
erstellt am 25.03.2014 um 20:33 Uhr
aktualisiert am 03.04.2014 um 10:17 Uhr | x gelesen
Manching (DK) Die Zeitreise vom Barock ins Biedermeier oder vom Rokoko zum Jugendstil ist bisweilen nur ein Katzensprung. Wer Antik & Glas Huber im Gewerbegebiet Manching betritt, befindet sich in einer anderen Welt und hat doch alles auf einmal.
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Manching: Wohnen mit Antiquitäten
Inmitten von Antiquitäten fühlen sich Manfred und Gerlinde Huber am wohlsten: Ihr Geschäft besteht seit 25 Jahren. - Foto: Pehl
Manching

Neben Lampen, Spiegeln und etlichen Blei- und Tiffanyverglasungen sind es die vielen Möbel aus verschiedensten Epochen, die sofort ins Auge stechen. Fast jedes Stück ist eine Antiquität, ausgesucht und restauriert von Gerlinde und Manfred Huber. „Wir sind der einzige Betrieb in der Region auf diesem Niveau“, erzählt das Ehepaar, das mittlerweile einen Kundenstamm in ganz Bayern und darüber hinaus betreut. Antik & Huber feiert sein 25-jähriges Bestehen.

Angefangen haben Manfred und Gerlinde Huber so ganz nebenbei mit alten Möbeln – und sich dann voll und ganz dafür entschieden. „Wir haben es nie bereut, es war der einzig richtige Weg“, sagt das Ehepaar heute. Sie haben sich ein Netzwerk aufgebaut, sind aber selber heute noch viel unterwegs. Fast jedes Möbelstück wird nach allen Regeln der Kunst restauriert, wobei ungewöhnlicherweise Manfred Huber fürs Kaufmännische zuständig ist und seine Frau Gerlinde fürs Handwerk. Die 50-Jährige ist Glaser- und Schreinermeisterin und hat sich früh auf Restaurationen spezialisiert. „Am Anfang ist es uns schon schwergefallen, etwas herzugeben“, räumt Gerlinde Huber ein. Aber jetzt fällt es ihr schon wesentlich leichter. „Wohnen mit Antiquitäten“ lautet das Motto der beiden, und das heißt: „Die Sachen sollen benutzt werden, sie müssen auch funktionieren.“

Zu jedem Stück erhält der Kunde eine Expertise, die die Herkunft dokumentiert und den Zustand vorher und nachher. Vergoldungen, Verglasungen, Fassungen und Polsterungen spielen eine immer größere Rolle, wobei das Restaurieren der Möbel aber im Vordergrund steht. Gerlinde Huber legt großen Wert auf Authentizität. So poliert sie die Möbel beispielsweise mit Schellack, den sie selber herstellt – und Schellack ist nichts anderes als eine Ausscheidung der Lackschildlaus. Und sie hat Zugriff auf seltene Furniere wie den Vogelaugenahorn oder die schwarze Birne. Darüber hinaus stellt sie nicht nur Verglasungen her, sondern restauriert auch alte Fassungen.

„Die Kunden kommen mittlerweile von weit her“, freut sich Manfred Huber: „Oft geht es ihnen nicht so sehr ums Geld, sondern vielmehr um den ideellen Wert.“ Nicht selten sind es Erbstücke, die er fachkundig beurteilen soll. „Aber auch Antiquitäten sind dem Wandel der Zeit unterworfen“, räumen die Hubers ein. Zurzeit sei Biedermeier und auch Jugendstil gefragt, Gründerzeit dagegen weniger. Und man richtet nicht mehr ein ganzes Zimmer mit Antiquitäten ein, sondern setzt ein Möbel als Blickfang ein. Im Geschäft der Hubers selbst herrscht kein Mangel: „Wir haben immer schöne Sachen um uns herum.“

Von Bernhard Pehl
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