Samstag, 15. Dezember 2018
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Franz Ullinger ist neuer Vorsitzender des BZA Mitte und löst Landtagskandidat Alfred Grob ab

Letzte Sitzung für den Kripo-Chef

Ingolstadt
erstellt am 11.07.2018 um 22:37 Uhr
aktualisiert am 15.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Der Bezirksausschuss (BZA) Mitte hat einen neuen Vorsitzenden. Mit dem klaren Ergebnis von 14:1 Stimmen wurde Franz Ullinger (FW) zum Nachfolger von Alfred Grob (CSU) gewählt. Der Ingolstädter Kripo-Chef kandidiert für den Bayerischen Landtag. Der Aufgabe will er sich nun voll und ganz widmen.
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Wechsel an der Spitze: Der scheidende BZA-Vorsitzende Alfred Grob (2.v.l.) mit seinem Nachfolger Franz Ullinger (2.v.r.). Neuer Stellvertreter ist Sascha Lachner (links). Mit auf dem Bild: Schriftführer Siegfried Bauer.
Wechsel an der Spitze: Der scheidende BZA-Vorsitzende Alfred Grob (2.v.l.) mit seinem Nachfolger Franz Ullinger (2.v.r.). Neuer Stellvertreter ist Sascha Lachner (links). Mit auf dem Bild: Schriftführer Siegfried Bauer.
Foto: Brandl
Ingolstadt
Viereinhalb Jahre hatte Grob den BZA Mitte geleitet. Jetzt wartet mit der Landtagskandidatur im Oktober eine neue Herausforderung auf ihn. "Ich habe das gern gemacht, weil es eine unmittelbare Form der Politik ist und einen Mehrwert für den Bürger darstellt", zog der Kriminaldirektor ein durchweg positives Fazit seiner Amtszeit. Er war es auch, der für die Neuwahl im Rahmen der jüngsten Sitzung des Stadtteilgremiums im Bürgerhaus Neuburger Kasten seinen potentiellen Nachfolger Franz Ullinger nominierte. Als weitere Vorschläge wurden von anderen Mitgliedern Sascha Lachner und Markus Bregulla genannt. Beide lehnten ihre Nominierung jedoch ab, sollten später aber noch einmal zum Zug kommen.

Berufsschullehrer Ullinger, der bisher stellvertretender Vorsitzender war, nahm die Wahl an. "Ich steige in große Fußstapfen, freue mich aber auf die Arbeit", sagte er und kündigte zugleich an, sowohl seinen eigenen Stil entwickeln, als auch bewährte Vorgehensweisen seines Vorgängers übernehmen zu wollen. Mit Ullinger steht zum ersten Mal ein Mitglied der Freien Wähler an der Spitze eines Ingolstädter Stadtteilgremiums. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Sascha Lachner (BGI). Der Gastronom setzte sich im zweiten Wahlgang des Abends knapp mit 8:7 Stimmen gegen den Hochschulprofessor Markus Bregulla (CSU) durch.

Vor den Neuwahlen wartete auf den BZA eine Reihe von Themen auf Abarbeitung. Unter anderem ging es dabei um das Parken am Eingang zum Klenzepark an der Eisenbahnbrücke beim Wonnemar. Hier werden laut einer Mitteilung des Amts für Verkehrsmanagement häufig Dauer- und Falschparker festgestellt. Geht es nach der Behörde, soll nun eine Begrenzung der Parkdauer auf zwei Stunden Abhilfe schaffen. Die Zufahrt zur Flankenbatterie, wo auch der Kunstverein Kunst-Werk im Klenzepark (KiK) sein Domizil hat, solle dann nicht mehr wie gehabt von 18 bis 24 Uhr erlaubt sein. Den rund 200 Mitgliedern des Vereins - darunter auch ältere Menschen - kommt das nach eigenem Bekunden nicht entgegen. Die Kurse im Atelier dauerten in der Regel länger als zwei Stunden. Die Hobbykünstler befürchten deshalb lange Anmarschwege mit Gepäck, die für Senioren wohl nicht mehr zu bewältigen seien, wie einige ihrer Vertreter es in der Sitzung vorbrachten. "Wenn die Regelung so in Kraft tritt, müssen wir das aufgeben", meinte ein älterer Mann. Auf Vorschlag des BZA hin soll die Parkdauer östlich der Brücke nun auf drei Stunden erhöht werden. Zugleich wurde angeregt, dass Mitglieder des KiK die Möglichkeit haben, mit einer limitierten Anzahl an Sonderausweisen auch westlich der Brücke zu parken. Diese seien aber nur über den jeweiligen Kursleiter für die Dauer des Kurses erhältlich. Er könne sich eine begrenzte Stückzahl eines solchen Ausweises zudem für die Betreiber und Angestellten des Restaurants im KiK vorstellen, sagte Vorsitzender Grob. Der Vorschlag geht nun mit einer Gegenstimme zurück an die Behörde.

Kaum noch begeistern konnte sich die Runde für den Vorschlag, die Straße Am Viktualienmarkt und die Hieronymusgasse als Fußgängerzone auszuweisen. Der BZA sehe dafür keinen erhöhten Bedarf, auch weil dadurch zwei Behindertenparkplätze wegfielen, hieß es. Interesse zeigten die Mitglieder dafür an der Idee des Historischen Vereins, in der Innenstadt ein Glockenspiel zu installieren, auf dem Ingolstädter Melodien erklingen sollen. Über den derzeitigen Stand des Vorhabens informierte Vereinsvorsitzender Matthias Schickel. Demnach habe der Verein Kontakt zu einem Glockengießer in Passau aufgenommen, der das Projekt begleiten könnte. Vorstellbar wären demnach Standorte an Plätzen wie dem Carraraplatz oder Paradeplatz. Auch ein Sponsor habe schon Interesse bekundet, so Schickel, der im Falle einer Realisierung auch auf Unterstützung durch den BZA hofft. In den nächsten Wochen soll zu dem Thema ein öffentlicher Vortrag stattfinden, den auch Vertreter des BZA besuchen wollen.

Aus der Sitzung

  • Container: Zwei von fünf Containern für Elektrokleinschrott wie Toaster und Rasierer sollen im Bezirk Mitte aufgestellt werden. Der BZA schlug dafür die Standorte hinter dem Stadttheater und am Hallenbadparkplatz vor.
 
  • Ostermarkt: Der Sicherheitszaun rund um den Ostermarkt, der derzeit wegen des Umbaus der Fußgängerzone auf dem Rathausplatz stattfindet, soll ab dem kommenden Jahr schöner gestaltet werden. Das versicherte Mitinitiatorin Brigitte Fuchs
 
  • Beleuchtung: Der Vorschlag des BZA, die Beleuchtung der stark frequentierten Fuß- und Radwege durch das Glacis zu ergänzen, wurde von der Behörde zurückgewiesen. Die Strecke zwischen der Neuburger Straße und der Friedhofstraße solle jedoch 2019 zum Radweg ausgebaut und beleuchtet werden.
 
  • Barriere: Ein Sitzstein soll als Auffahrtsbarriere an der Tränktor-/Steuartstraße installiert werden. Der BZA stellt dafür 1600 Euro aus dem Bürgerhaushalt zur Verfügung.
 
  • Zuschuss: Für die Anschaffung von zwei Tischtennisplatten für den MTV Ingolstadt will der BZA maximal 2000 Euro aus dem Bürgerhaushalt zur Verfügung stellen.
 
  • Donauwurm: Auch der Ausbau des Wasserspielplatzes Donauwurm am Baggersee wurde begrüßt.
 
  • Senioren: Für die Anschaffung einer modernen interaktiven LCD-Tafel für den Verein "Senioren ins Netz" will der BZA ab 2019 bis zu 5500 Euro zur Verfügung stellen.
Michael Brandl
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