Mittwoch, 18. Juli 2018
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Die Eichenwald-Kinder aus Gerolfing auf den Spuren der Ingolstädter Vergangenheit

Lernen auf eine andere Art

Gerolfing
erstellt am 12.07.2018 um 20:02 Uhr
aktualisiert am 15.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Gerolfing (DK) Kinder aus der Kita am Eichenwald in Gerolfing unternahmen bereits im Januar einige Ausflüge in die Stadt.
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Dabei entdeckten sie unter anderem die Stadtmauer und begannen, sich sehr dafür zu interessieren, sodass im Februar ein Projekt zur näheren Erkundung gestartet wurde.

Hierbei erhielten die kleinen Entdecker eine Führung durch das Stadtmuseum, die ehemalige Kriegsbäckerei an der Proviantstraße, das Zeughaus, das Pulverhaus und die Friedenskaserne. Außerdem durften sie die Vergangenheit mit einer Virtual-Reality-Brille erleben. Besonders schön fanden die Kinder den rund sieben Kilometer langen Festungsrundgang mit seinen Stationen, zum Beispiel das Kreuztor, das Reduit Tilly oder den Scherbelberg. Um alles entdecken zu können, benötigten sie drei Ausflugstage.

"Alle waren mit großem Elan dabei und erwarben spielerisch viel neues Wissen über die Geschichte Ingolstadts", erzählt Maria Frölich, Mutter eines der Kinder und Elternbeirätin. Dieses Projekt erforderte auch bei den erwachsenen Begleitern viel Engagement, Kraft, Nerven und Motivationsfähigkeit. "Die ganze Zeit über wurde das bisherige Geschehen reflektiert. " Bei offenen Fragen habe man sofort in Büchern und im Internet nach passenden Antworten gesucht.

Die Kinder haben jetzt zusammen mit den Projektbegleiterinnen aus der Kita und ihren Eltern eine abschließende Führung durch das Gewölbe im Schutterhof erlebt. Davor wurden die Jungs mit Schwertern, Schilden und Laternen und die Mädchen mit passendem Blumenkopfschmuck ausgerüstet. Im Anschluss gab es für alle eine Stärkung im Biergarten. Dies bot einen gelungenen Abschluss mit vielen interessanten Gesprächen, Anekdoten und Rückblicken auf das Projekt.

"Dabei haben die Eltern das Engagement der Kita sehr gelobt und den beiden Projektbegleiterinnen für ihre Ausdauer und Investition gedankt", sagt Frölich. Alle Kinder hätten eine Menge viel mitgenommen, und viele von ihnen bewiesen ihren Eltern des Öfteren, dass sie sich nun besser in der Stadtgeschichte auskennen als die Erwachsenen. "Dass die Kinder so engagiert und interessiert bei der Sache waren, hatte einen unglaublichen Lerneffekt. "

"Die Kinder haben während der gesamten Projektzeit viel erfahren und konnten ihre Fähigkeiten und ihr Wissen einbringen und weiter ausbauen", teilt Marina Schneider, eine der Projektbegleiterinnen, mit. Diese Art des Lernens sei spielerisch, fachübergreifend und effizient. Es bleibe zu hoffen, dass die Kindergartenkinder sich dies für ihr späteres Leben beibehalten.

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