Dienstag, 11. Dezember 2018
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CSU-Direktkandidat Alfred Grob muss als frisch gewählter Parlamentarier nach seinem Schwerpunkt im Landtag nicht lange suchen

Der Mann für die innere Sicherheit

Ingolstadt
erstellt am 15.10.2018 um 20:16 Uhr
aktualisiert am 19.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Ausgewiesene Fachleute beim Thema innere Sicherheit haben derzeit sehr gute Karten in der Politik.
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Setzte sich mit 36 Prozent der Stimmen durch: Alfred Grob.
Setzte sich mit 36 Prozent der Stimmen durch: Alfred Grob.
Eberl
Ingolstadt
Und als Nachfolger von Christine Haderthauer und Hermann Regensburger ist der neue Ingolstädter CSU-Landtagsabgeordnete Alfred Grob ja gewissermaßen in der Verpflichtung, früher oder später Kabinettsmitglied in München zu werden.

"Was soll ich dazu sagen? ", meinte der frischgebackene Parlamentarier am Tag nach der Wahl bei seinem Besuch in der DK-Redaktion. "Ich empfinde diese Verpflichtung nicht. Ich werde jetzt erst mal den Betrieb im Landtag kennenlernen und will mich sehr engagiert einbringen. " Dabei habe er sich vorgenommen, "alle Ingolstädterinnen und Ingolstädter zu vertreten", ob sie ihn gewählt hätten oder nicht. Grob lässt aber keinen Zweifel: "Die innere Sicherheit ist mein Thema, und ich möchte für Ingolstadt das Beste rausholen. " Dass der noch amtierende Ingolstädter Kripochef - er ist verantwortlich für 125 Mitarbeiter - an einem Sitz im Innenausschuss des Landtags interessiert wäre, überrascht deshalb nicht besonders. "Der würde mich natürlich reizen. "

Auch wenn der 53-jährige Leitende Kriminaldirektor aus Gerolfing sich gegen schnelle Karrierespekulationen wehrt - von der fachlichen Qualifikation und Erfahrung her dürfte es in der neuen CSU-Landtagsfraktion nur wenige von seinem Kaliber geben. "Wir werden sehen, was in einer Koalition über die Jahre hinweg erreichbar ist", sagt er, und ergänzt mit leichter Koketterie: "Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. "

Dass eine Koalition der CSU mit den Freien Wählern auf Landesebene derzeit als wahrscheinlich gilt, könnte auch für das Rathausbündnis in Ingolstadt Rückenwind bedeuten. "Ich glaube nicht, dass es hinderlich ist", so der Parlamentsneuling, der aller Voraussicht nach im Frühjahr 2020 auch einen vorderen Platz auf der Stadtratsliste bekommen wird. Die "Vernetzung zwischen Stadt und München" - also der Rathausfraktion und dem Landtagsabgeordneten - sei eine "Strategie, die sich bewährt hat".


Bis er sein künftiges Abgeordnetenbüro im CSU-Haus am Unteren Graben bezieht, wird es noch eine Weile dauern. "Ideal wäre, wenn ich in vier bis fünf Wochen richtig betriebsfähig bin. " Eineinhalb Mitarbeiterstellen, die nun zu besetzen sind, gibt das Budget des Parlamentariers her. In Anspielung auf einen früheren CSU-Skandal bemerkt der Polizeibeamte lachend: Er wolle jetzt seine Mitarbeiter für das Büro suchen - "wenn's geht ohne Verwandte".
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