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40 Jahre Liberaler: FDP-Kreisverband ernennt Siegfried Bauer zum Ehrenvorsitzenden

"Kompass und graue Eminenz"

Ingolstadt
erstellt am 13.09.2018 um 20:38 Uhr
aktualisiert am 17.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (mbl) Siegfried Bauer ist jetzt Ehrenvorsitzender der FDP Ingolstadt.
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Geehrter und Gratulanten: FDP-Vorsitzender Karl Ettinger, die frühere Stadträtin Christel Ernst, der neue Ehrenvorsitzende Siegfried Bauer und Landtagskandidat Jakob Schäuble (von links).
Geehrter und Gratulanten: FDP-Vorsitzender Karl Ettinger, die frühere Stadträtin Christel Ernst, der neue Ehrenvorsitzende Siegfried Bauer und Landtagskandidat Jakob Schäuble (von links).
Brandl
Ingolstadt
Der 72-jährige pensionierte Mathematik- und Physiklehrer, der sich 40 Jahre lang in die liberale Politik in Ingolstadt eingebracht hat, erhielt die Ernennung jetzt auf der Kreishauptversammlung der Freidemokraten.

Bauer, der 1969 als Referendar von München in die Schanz kam, war 16 Jahre Kreisvorsitzender der Partei und Mitglied in verschiedenen Bundesfachausschüssen.

Anerkennung in der Stadtgesellschaft habe der technisch versierte Studiendirektor zudem als Mitglied im BZA Mitte, sein vielseitiges gesellschaftliches Engagement und nicht zuletzt als Verfasser unzähliger Leserbriefe erlangt, sagte FDP-Vorsitzender Karl Ettinger in seiner Begrüßung im Golfclub Ingolstadt. Hauptanliegen von Bauer seien dabei vor allem die Digitalisierung, die Heranführung von Senioren an den PC sowie Themen wie selbstbestimmtes Altern gewesen. Seine Überzeugungen habe der leidenschaftliche Theatergänger und Freund des Georgischen Kammerorchesters stets "hart in der Sache, aber immer mit Respekt anderen gegenüber" vertreten.

Landtagskandidat Jakob Schäuble bezeichnete Bauer als "Kompass" und graue Eminenz der Liberalen. Bauer stehe politisch für beständige Werte sowie ein liberales Bürgertum und sei als aktiver Politiker kein Opportunist gewesen.

Die frühere Stadträtin Christel Ernst würdigte Bauer in ihrer Laudatio für seinen stets leidenschaftlichen, dauerhaften und uneigennützigen Einsatz für die Sache. Er habe zudem immer "feine Sensoren für undemokratische Umstände" bewiesen.

Der Geehrte selbst wagte in seiner Dankesrede einen Ausblick auf die technische und gesellschaftspolitische Zukunft. "Wir müssen Veränderungen begleiten", sagte Bauer und betonte, dass hierfür auch ältere Mitglieder gefordert seien. Er äußerte zugleich seine Bedenken über die heutige Diskussionskultur in den sozialen Medien. Es solle besser darüber nachgedacht werden, was geschrieben und getwittert werde, sagte er. Einen Appell richtete Bauer an alle Senioren: "Ältere sollen mitmischen", forderte er. Der frisch gekürte Ehrenvorsitzende schloss sich selbst davon nicht aus, als er bekundete, weiterhin aktiver Teil der Gesellschaft bleiben zu wollen. Sehr gefreut hat sich Bauer darüber, dass mit Manfred Schuhmann auch ein alter politischer Weggefährte aus dem SPD-Lager zur Ehrung gekommen war. Bauer ist nach Sigrid Michaelis der zweite FDP-Ehrenvorsitzende in Ingolstadt.
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