Dienstag, 18. Dezember 2018
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Kasinger geben Plänen für die Umgestaltung ihres Ortskern das endgültige Okay

Mitte 2016 Startschuss für Dorferneuerung

Kasing
erstellt am 06.11.2015 um 19:08 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 20:48 Uhr | x gelesen
Kasing (swo) Im Rahmen einer Anliegerversammlung ging es kürzlich im Kasinger Pfarrheim um die Entwurfsplanung zur Neugestaltung der Ortsmitte. Eingeladen hatte der Vorstand des Projekts „Kasinger Dorferneuerung“. In insgesamt 15 Vorstandssitzungen, einem Seminar und Exkursionen nach Maria Thalheim und nach Schamhaupten setzten sich die Beteiligten fast drei Jahre lang intensiv mit der Entwicklung des Ortskerns auseinander. Jetzt konnte der Entwurfsplan den Anliegern vorgelegt werden.
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Im Vorfeld gab es mit jedem betroffenen Anlieger im Ortskern Besprechungen, um auf individuelle Fragen und Anregungen einzugehen. Dadurch waren in der abschließenden Versammlung nur noch wenige Fragen zu beantworten. Insgesamt zeigten sich die Anlieger sehr zufrieden mit der Planung. Mit den letzten Anregungen aus der finalen Vorstellung wird sich der Vorstand in einer weiteren Sitzung Ende November auseinandersetzen. In dieser Sitzung soll der Entwurfsplan endgültig verabschiedet werden. Danach werden die Ausschreibungen für die Arbeiten vorbereitet.

Günter Wolfrum vom Bauamt der Marktgemeinde Kösching informierte nach Vorstellung des Gestaltungsplans über den Neubau des Kanals. Aufgrund der besonderen Situation eines dicht bebauten Ortskerns in Verbindung mit schlechtem Untergrund werden besondere Verfahren zum Austausch der Kanalisation notwendig sein, um Schäden an Bauwerken zu verhindern. In diesem Zuge werden auch Wasser- und Abwasserleitungen erneuert sowie die Strom- und Telefonverkabelung neu verlegt.

Über die finanzielle Seite des Projektes klärte anschließend Bürgermeisterin Andrea Ernhofer auf. Das Investitionsvolumen liegt demnach bei knapp zwei Millionen Euro. Davon fließen etwa 600 000 an staatlichen Fördermitteln in das Dorferneuerungsprojekt. Der Restbetrag, so hieß es, könne über den Gemeindehaushalt und die Ausbaubeiträge der Anlieger finanziert werden.

Andrea Ernhofer versicherte, dass der Beitrag für jeden Eigentümer individuell berechnet werde, und für sehr große Grundstücke oder auch für einige von zwei Straßen erschlossene Grundstücke gesonderte Regeln gelten sollen. Zudem hob die Bürgermeisterin den besonderen Vorteil der Dorferneuerung hervor: Ohne die Fördermittel des Freistaats würden deutlich höhere Kosten auf die Anlieger zukommen.

Luciana Pavoni vom Amt für ländliche Entwicklung stellte abschließend die zeitliche Planung vor. Zunächst müsse das Projekt vom Marktrat beschlossen werden. Der Baubeginn sei dann für Mitte 2016 vorgesehen. Das Gesamtprojekt wird den einzelnen Straßen entsprechend in Bauabschnitte aufgeteilt. Mit einer Fertigstellung sei Ende 2017 zu rechnen. Damit steht nun die Umsetzungsphase an.

Der frühere Bürgermeister Max Schöner, der das Dorferneuerungsprojekt seinerzeit angestoßen hatte, bezeichnete die Sanierung des Ortskerns stets als wichtigste Aufgabe der gesamten Maßnahme. Diese Aufgabe kann jetzt umgesetzt werden. Somit könnten sich die Kasinger auf einen neuen attraktiven Ortskern freuen.

Von Wolfgang Schoeberl
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