Dienstag, 11. Dezember 2018
Lade Login-Box.

Noch heuer wird das Polizeimuseum im Turm Triva eröffnet – der Aufbau der Ausstellung läuft fieberhaft

Vollgas voraus

Ingolstadt
erstellt am 02.11.2011 um 20:28 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 20:05 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Langsam aber sicher drängt die Zeit. Keine sieben Wochen mehr, dann wird das Museum der Bayerischen Polizei im Turm Triva eröffnet. Für den 19. Dezember ist die Prominenz eingeladen. Bis dahin werkeln die Mitarbeiter des Armeemuseums fieberhaft an der Ausstellung in dem Festungsbau.
Textgröße
Drucken
Ingolstadt: Vollgas voraus
Ansgar Reiß gibt Gas: Der Direktor des Armeemuseums öffnet noch heuer das Museum der Bayerischen Polizei. Eines der Ausstellungsstücke im Turm Triva ist dieser Kübelwagen aus Amberg. In der Sammlung sind auch Großfahrzeuge. Für die ist aber kein Platz in dem Festungsbau - Foto: Rössle
Ingolstadt
Noch steht sie etwas verlassen in der Kasematte. Zwischen den Mauern des vor genau 170 Jahren vollendeten Turms Triva wirkt die moderne Eisenkiste zudem zeitlich verrutscht. Und was bitteschön hat eine fachmännisch aufgeschweißte Metalltür in einem neuen Museum zu suchen? „Das haben wir nicht in der Werkstatt gemacht. Das ist im Original so“, sagt Ansgar Reiß mit einem Lächeln. Er weist danach freundlich darauf hin, keine Fingerabdrücke an dem Objekt zu hinterlassen. Man weiß ja nie: Denn der Tresor, der bald für die Öffentlichkeit im Polizeimuseum zu bestaunen ist, stammt aus einer Bäckerei und ist Teil eines aktuellen Kriminalfalls. Die Serie mit Einbruchdiebstählen in Unterfranken ist ungeklärt.

Bis zum Bestaunen sind es noch sieben Wochen hin. Auf den 19. Dezember ist die Eröffnung gerutscht. Bisher hatte es 17. November geheißen. „Der Minister hat Termine“, erklärt Reiß, der Chef des Armeemuseums, dem das Polizeimuseum angegliedert wird. Gemeint ist Innenminister Joachim Herrmann, als oberster Dienstherr der bayerischen Polizei einer der Ehrengäste des Tages. Einen Monat hin oder her: Bei diesem Projekt dürfte das keine Rolle spielen, deutet Reiß an. Denn: Das Museum hätte vor Jahren öffnen sollen. Seit 2007 ist der Turm Triva renoviert, seitdem steht der fertige Kassenbereich.

Aus vielfältigen Gründen klappte es nicht früher. Seit Reiß 2010 die Museumsleitung übernahm, hat er Gas gegeben. Der Turm hat seine Feuertaufe als Ausstellungsfläche inzwischen bestanden – sehr gut sogar. Massen strömten zu der Tatort-Sonderschau, die das Armeemuseum mit dem Medizinhistorischen Museum bis Mitte September veranstaltete.

Seitdem sind Handwerker die eifrigsten Besucher im Turm Triva. Sie füllen Vitrinen, kleiden Puppen mit Uniformen, montieren Metallzäune, bohren, sägen und hämmern für das Polizeimuseum. 650 Quadratmeter sind eine überschaubare Fläche.

| 1 | 2 |
Von Christian Rehberger
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!