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Eine Lärche ist das 24 Mitglied in der Allee der Bäume des Jahres in Unsernherrn

Stacheliger Schutzpatron

Ingolstadt
erstellt am 12.04.2012 um 20:22 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 20:10 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Die Allee der Bäume des Jahres in Unsernherrn beginnt im Jahr 1989 bei der Stieleiche. Am anderen Ende steht seit gestern eine Lärche.
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Ingolstadt: Stacheliger Schutzpatron
Einsatz am Spaten: Gartenamtschef Ulrich Linder (von links), Oberbürgermeister Alfred Lehmann und Stadtrat Franz Wöhrl pflanzten gestern eine Lärche in die Allee in Unsernherrn. Der Nadelbaum ist der Baum des Jahres 2012 - Foto: Strisch
Ingolstadt
Rund 700 Bäume wird das Gartenamt in diesem Jahr pflanzen. Rund doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Grund dafür sind unter anderem die Landesgartenschau 2020 und die Ausgleichsflächen für das GVZ. Einen Baum hat Oberbürgermeister Alfred Lehmann – mit Verstärkung – gestern höchstpersönlich gesetzt. Eine Lärche ziert seitdem die Allee der Bäume des Jahres in Unsernherrn. Seit 1989, damals war es eine Stieleiche, wächst die Allee jedes Jahr um ein Exemplar. „Es handelt sich um eine europäische, keine japanische Lärche“, erklärt Ulrich Linder, der Leiter des Gartenamtes. Zu Unterscheiden seien die beiden Arten an den Zapfen.

Typisch für die Lärche ist, dass sie im Herbst ihre Nadeln abwirft. „Man spricht deswegen auch von Lärchenlaub“, so Linder. In der Mythologie gilt die Lärche als Schutzpatron für Haus und Hof und jeden, der sich unter ihre ausladenden Äste flüchtet.

Lärche ist eines der härtesten heimischen Nadelhölzer. Wegen seines hohen Harzgehaltes ist es besonders widerstandsfähig gegenüber Nässe. Unter anderem wird es zum Bau von Booten verwendet. Auch Sitzmöbel werden aus dem rötlichen Holz gebaut. So manch ein Schanzer wünscht sich deswegen die neuen Bänke in der Fußgängerzone aus dem Material. „Sicher ist, dass wir diese Lärche nicht für die Bänke in der Innenstadt fällen werden“, scherzt Lehmann mit Blick auf den Alleebaum. Ob Lärche tatsächlich das ideale Material wäre, sei noch zu klären. „Wir wollen ja auch nicht, dass jemand wegen des vielen Harzes auf der Bank klebenbleibt.“

Von Johannes Hauser
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