Dienstag, 22. Mai 2018
Lade Login-Box.

Kritik an aktueller Zuteilung - CSU-Bundestagsabgeordneter Brandl verteidigt bayerischen Innenminister

SPD: 44 neue Polizisten fürs Präsidium sind zu wenig

Ingolstadt
erstellt am 13.03.2018 um 19:50 Uhr
aktualisiert am 17.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (tsk) In einer Pressemitteilung hat die SPD-Fraktion am Dienstag die aktuelle Zuteilung neuer Polizisten für das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord als völlig unzureichend kritisiert. Die 44 Polizisten, von denen Ingolstadt ja nur einen Teil erhalte, reichten kaum aus, um die aus dem Dienst ausgeschiedenen Kollegen zu ersetzen, geschweige denn, den Sonderbelastungen gerecht zu werden.
Textgröße
Drucken
Ingolstadt: Vielfältig sind die Aufgaben der Ingolstädter Polizei , hier ein Bild von einer Aktion gegen Dämmerungseinbrüche - allerdings ist die Personalsituation alles andere als rosig.
Vielfältig sind die Aufgaben der Ingolstädter Polizei , hier ein Bild von einer Aktion gegen Dämmerungseinbrüche - allerdings ist die Personalsituation alles andere als rosig.
Hammer
Ingolstadt

So fordere die Inspektion Eichstätt gerade immer wieder Verstärkungskräfte aus Ingolstadt an, um die Situation in der Abschiebehaftanstalt in der Altmühlstadt in den Griff zu bekommen, schreibt Fraktionschef Achim Werner. Das Präsidium sei bei der Zuteilung in Bayern an drittletzter Stelle gelandet. Daran könne man ja erkennen, "dass nicht nur die vollmundigen Ankündigungen der CSU ins Leere gelaufen sind, sondern im Innenministerium offensichtlich die Tragweite des Polizistenmangels in Ingolstadt nicht erkannt wird". Die SPD fordert, die Zuteilungen sofort anzupassen - und sich nicht auf das kommende Jahr vertrösten zu lassen, wenn ein großer Schwung von Polizisten die Ausbildung beendet hat.

"Ingolstadt hat zu wenig Polizisten, da sind wir uns alle einig", sagte am Dienstag CSU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Brandl, der im vergangenen Jahr zu einem Regionalgipfel mit Innenminister Joachim Herrmann geladen und diesem dort das Versprechen nach mehr Polizisten für die Region entlockt hatte. Brandl betonte in seiner Reaktion auf die SPD-Mitteilung allerdings, dass auch der Innenminister nicht zaubern könne. "Wenn er bei uns ein Loch stopft, reißt er an anderer Stelle wieder ein neues Loch auf." Herrmann habe versprochen, im September 2019 einen überproportionalen Anteil der neuen Polizisten nach Ingolstadt zu schicken. "Auf diese Zusage vertrauen wir, erklärte Brandl.

Thorsten Stark
Kommentare
Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!