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Generalsanierung des Klinikums schreitet voran

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle

Ingolstadt
erstellt am 12.02.2018 um 21:34 Uhr
aktualisiert am 16.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (rl) Die Generalsanierung des Ingolstädter Klinikums schreitet voran. Nachdem der erste Bauabschnitt, die "Ebene 6" mit Operationssälen, Kreißsälen und Neonatologie, abgeschlossen ist, entsteht derzeit im zweiten Bauabschnitt eine neue Intensivstation mit "Stroke Unit".
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Ingolstadt: Nach der Baustelle ist vor der Baustelle
Die Generalsanierung des Ingolstädter Klinikums schreitet voran. Inzwischen ist der zweite Bauabschnitt in vollem Gange. - Foto: Klinikum Ingolstadt
Ingolstadt

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle. So könnte man die seit 2014 laufende Generalsanierung des Klinikums trefflich beschreiben. Das Projekt "Ebene 6" ist fertiggestellt. Damit wurde eines der modernsten Operationszentren Deutschlands in Betrieb genommen, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums. Damit verbunden sind eine neonatologische Intensivstation, also eine Baby-Intensivstation, sowie die Kreißsäle der Geburtshilfe, bei deren Gestaltung besonderer Wert auf das Schaffen einer Atmosphäre der Geborgenheit und des Sichwohlfühlens gelegt worden sei. Rund 106 Millionen Euro wurden in den ersten Bauabschnitt investiert, betonte Geschäftsführer Andreas Tiete kürzlich beim Neujahrsempfang. Inzwischen ist der zweite Bauabschnitt in vollem Gange.

Derzeit werden auf Ebene 4, wo früher die Operationssäle waren, eine neue Intensiv- und Intermediate Care Station (Wachstation) sowie eine überregionale "Stroke Unit" geschaffen, in der Patienten mit einem Schlaganfall bestmöglich versorgt werden können. Insgesamt 76 Betten stehen in diesen Bereichen künftig zur Verfügung. Neu entstehen sollen im Zuge dieser Baumaßnahme auch die Herzkatheter-Labore. Auch eine neue Lüftungs- und Klimatechnik wird geschaffen, eine Lebensader, auf die sich gerade eine Intensivstation hundertprozentig verlassen können muss.

Die gesamte Maßnahme wird während des laufenden Betriebs durchgeführt. Dabei werde, wie Klinikums-Architektin Andrea Bugl erklärt, allergrößter Wert darauf gelegt, die täglichen Abläufe im Klinikum so wenig wie möglich zu stören. Bugl: "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber vor allem die Patienten, sollen möglichst wenig von der Baumaßnahme beeinträchtigt werden."

Der zweite Bauabschnitt soll Ende des Jahres 2023 abgeschlossen sein. Die gesamte Maßnahme umfasst eine Fläche von 13 800 Quadratmetern für neue Einrichtungen für die Patienten und 4300 Quadratmeter für Technikflächen.

Im dritten Bauabschnitt steht der Neubau eines Labor- und Funktionsgebäudes ebenso auf dem Programm wie der Neubau für die Kliniken der Psychiatrie und Psychosomatik. Die weiteren Bauabschnitte, zu denen die Sanierung der Bettentrakte gehört, sind laut Bugl noch nicht geplant und terminiert. Die komplette Generalsanierung des Klinikums ist auf 20 bis 25 Jahre angesetzt und dürfte danach zwischen 2034 und 2039 abgeschlossen sein. Insgesamt werden bis dahin laut Zielplanung aus dem Jahre 2010 rund 320 bis 350 Millionen Euro verbaut sein.

Von Ruth Stückle
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