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Seit wenigen Tagen in Betrieb: Aktionsgruppe baut Sitzplattformen am südlichen Flussufer

"Klares Zeichen für die Donau"

Ingolstadt
erstellt am 11.10.2017 um 20:52 Uhr
aktualisiert am 15.10.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Drei großflächige Sitzplattformen aus Lärchenholz und Einwegpaletten schmücken seit Anfang Oktober das Donauufer am südlichen Ende der Konrad-Adenauer-Brücke bei der Parkstraße. Bauherren der Holzliegen unterhalb der Berufsschule sind die Freunde der Donau - eine Gruppierung, die sich mit verschiedenen Vorschlägen und Aktionen dafür einsetzt, den Fluss mehr mit dem Leben in Ingolstadt zu verbinden.
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Ingolstadt: "Klares Zeichen für die Donau"
Auch jetzt im Herbst werden die neuen Sitzgelegenheiten an der Donau gerne angenommen. Für die nächsten Tage ist weiterhin mit milderen Temperaturen zu rechnen, was den Aufenthalt direkt am Flussufer noch angenehmer machen dürfte. - Foto: Brandl
Ingolstadt

Ein Anliegen, das auch die Stadt voranbringen möchte, die in den vergangenen Jahren deshalb Projekte wie den Donau-Loop anstieß. Allerdings mit schleppender Entwicklung, wie die Donaufreunde finden. "Es war nun an der Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen und ein klares Zeichen für die Donau zu setzen. Deshalb haben wir Ende 2016 beschlossen, selbst aktiv zu werden", schreiben sie aktuell in ihrem Internet-Blog. Sei doch die Belebung der Donau für Ingolstadt eine enorme Chance und ein wichtiger Baustein für die Identität der Stadt. Für den Standort habe sich die Gruppe bewusst entschieden, weil man hier im Sommer den Sonnenuntergang direkt über der Altstadt beobachten kann. Bisher aber nur auf der Ufertreppe und umgeben von Brennnesseln und Abfall. Beides wurde von der Gruppe vor Baubeginn beseitigt und stattdessen die Krautpflanze Bienenfreund angesät, heißt es. "Der Mangel an Sitzgelegenheiten an der Donau ist so offensichtlich, dass es naheliegend war, hier Abhilfe zu schaffen. Wir wollten einen einladenden Ort schaffen, um zu verweilen und den Fluss aus einem neuen Blickwinkel zu erleben", schreiben die Freunde um Sprecher Matthias König. "Da wir keinerlei Budget hatten und fast ausschließlich recycelte Materialien verbaut haben, war Kreativität gefragt." So wurde das Design der Sitzplattformen durch die Knappheit der Mittel definiert. Mit dem Ergebnis sei man trotzdem sehr zufrieden. "Jetzt bleibt uns noch zu hoffen, dass dieser wunderbare Ort von vielen Leuten angenommen wird und erhalten bleibt."

Von Michael Brandl
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