Sonntag, 18. November 2018
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OB lobt das Engagement der Freiwilligen beim Ehrenamtsabend im Stadttheater

"Dienst an der Gesellschaft"

Ingolstadt
erstellt am 17.10.2018 um 21:27 Uhr
aktualisiert am 21.10.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Als Zeichen der Wertschätzung lädt die Stadt mittlerweile zweimal im Jahr zum Ehrenamtsabend. Gestern Abend waren über 1000 Vertreter von Vereinen und Kirchengemeinschaften ins Stadttheater geladen. Und bekamen jede Menge Lob von Oberbürgermeister Christian Lösel: „Sie sind der Kitt in der Gesellschaft“, sagte er.
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Ehrenamtsabend im Ingolstädter Stadttheater: Über 1000 Mitglieder von Vereinen und Kirchengemeinschaften ? im Bild vorne der VdK ? hat die Stadt eingeladen.
Ehrenamtsabend im Ingolstädter Stadttheater: Über 1000 Mitglieder von Vereinen und Kirchengemeinschaften - im Bild vorne der VdK - hat die Stadt eingeladen.
Hammer
Ingolstadt
„Sie sind die eigentlichen Ehrengäste“, meinte Lösel, bevor er dann noch einige Honoratioren  namentlich nannte. „Sie alle  wären es eigentlich, die ich namentlich begrüßen müsste – aber dann wären wir in 25 Minuten sicher nicht beim Essen.“ Ob in der Kulturszene, im Natur- und Umweltschutz, in Schulen und Kindergärten, bei Feuerwehren, Sportvereinen, Rettungsdiensten, THW oder Caritas – der Engagement der Freiwilligen könne  nicht hoch genug eingeschätzt werden, betonte Lösel.  Besonderen Dank sprach er all jenen aus, die am 1. September kurz nach 5 Uhr zur Explosion in der Vohburger Raffinerie ausgerückt sind.  „Durch Sie ist diese außergewöhnliche Situation in unserer Region außerordentlich gut geschultert worden“, sagte er unter dem Applaus der Anwesenden.   Deutlich über 50 000 Ingolstädter seien im ehrenamtlichen Bereich tätig –  und leisteten Dienst am Menschen und an der Gesellschaft.   

Ehrenamtsabend

 
 

Eva-Maria Löffler, Foodsharing:
Sie rettet Lebensmittel vor dem Mülleimer. Seit 2015 engagiert sich Eva-Maria Löffler für Foodsharing. Sie verteilt jeden Freitag um 11 Uhr im Konradtreff Lebensmittel, die noch gut sind, aber normalerweise von den Geschäften im Müll entsorgt würden.  Seit 2014 gibt es den Verein in Ingolstadt. Er bekommt sogar Bio-Lebensmittel, etwa von Landmanns und Bella Vita.   Jedes Mal bei der Verteilung sind zwischen 15 und 20 Leute da. Einen Ausweis wie bei der Tafel brauchen sie nicht. „Uns geht es darum, Lebensmittel vor der Tonne zu retten.“

Florian Schönauer, Ingolstädter Motettenchor:
Im Chor singt er Bass. Aber auch als Vorsitzender und Organisationsleiter findet Florian Schönauer im Ingolstädter Motettenchor Gehör. Seit 15 Jahren ist er in dem Chor unter der Leitung von Eva-Maria Atzerodt aktiv. „Wir singen große Chorwerke, Oratorien und a-cappella-Werke“, erklärt Schönauer. Im November etwa erklingt im Festsaal des Ingolstädter Stadttheaters das deutsche Requiem von Johannes Brahms mit Solisten und Orchester. Einmal die Woche sind beim Motettenchor Proben angesagt. Auch der Motettenchor ist ein Verein – und deshalb beim Ehrenamtsabend natürlich mit dabei.

Stefan Plankl, Reservistenkameradschaft:
Ab sofort stehen er und andere Mitglieder der Ingolstädter Reservistenkameradschaft und der Bundeswehr bis 26. Oktober wieder vor dem Alten Rathaus und verkaufen Eintopf – um für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. Seit etwa fünf Jahren ist Plankl bei der Kameradschaft dabei – und bekommt dabei Unterstützung von seiner Frau, die Fördermitglied ist. Zu den Aufgaben der Reservistenkameradschaft gehören neben den jährlichen Sammlungen auch  Biotoppflege und die Pflege von Kriegsgräbern, wie er erzählt. 

Eugenie Bartsch, Eghalanda  Gmoi Ingolstadt:
Mit ihrer Tracht fällt sie schon von Weitem auf. Seit sie 14 ist, das ist fast 50 Jahren her, ist Eugenie Bartsch schon bei der Eghalanda Gmoi in Ingolstadt aktiv. „Wir sind eine Gruppe Heimatvertriebener aus dem Egerland, dem heutigen Tschechien“, erklärt sie. „Wir versuchen, die Traditionen unserer Vorfahren zu pflegen“, also Brauchtum, Tänze und Tracht aus dem Egerland auch in Ingolstadt zu präsentieren. Etwa beim kultURIG-Festival. Und natürlich auf den Ingolstädter Bürgerfesten. Da ist die Eghalanda Gmoi von Anbeginn dabei und verkauft an ihrem Stand Spezialitäten aus dem Egerland. 

 
Ruth Stückle
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