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Gelungene Überraschung: Kinder des Waldkindergartens treffen den Nikolaus

Begegnung zwischen Bäumen

Ingolstadt
erstellt am 05.12.2017 um 20:52 Uhr
aktualisiert am 09.12.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Ganz in Rot und mit einem langen weißen Bart steht er mitten im Wald und liest aus einem roten Buch vor. Vor ihm sitzt eine Gruppe von Kindern und lauscht mit großen Augen. Schon gestern hat der Nikolaus die Kinder aus dem Waldkindergarten in Zuchering besucht.
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Ingolstadt: Begegnung zwischen Bäumen
Da staunte die Kinderschar: Die Kleinen des Waldkindergartens begegneten gestern im Zucheringer Wäldchen dem heiligen Nikolaus - einen Tag vor dem eigentlichen Nikolaustag. - Foto: Hauser
Ingolstadt

"Die Kinder wussten gar nichts vom Besuch des Nikolaus", sagt Dorothee Biermanski, seit Juni Leiterin des Waldkindergartens. So wurden die arglosen Kleinen in den Wald geführt, im Glauben, es handle sich um einen normalen Morgenspaziergang durch das Zucheringer Wäldchen. Die wenigen in die Überraschung Eingeweihten verwendeten auf dem Hinweg nur den Codenamen "Franz". Auf dem Rückweg entdeckten dann einige Kinder plötzlich etwas großes Rotes hinter all den Bäumen und Büschen stehen: den Nikolaus alias Franz. Der bärtige Mann hatte sich im Wald versteckt, im Schlepptau zwei Engel, beide ganz in Weiß gekleidet.

"Dann schauen wir mal, ob ihr denn auch alle brav wart", meint der Nikolaus mit strengem Blick. Aus einem rot-goldenen Buch liest er dann den Kindern vor und nennt dabei jedes einzelne Kind beim Namen. Doch Schlechtes hat er gar nicht zu berichten. Nachdem die Kleinen brav zugehört haben, kommt es zum Höhepunkt des Besuchs: dem Verteilen kleiner Säckchen an die Kinder.

"Am besten hab ich gefunden, dass der Nikolaus uns etwas geschenkt hat", meint der fünfjährige Jonathan. In dem Säckchen befinden sich Mandarinen, ein Schoko-Nikolaus und Nüsse. Für den kleinen Emilio (4), der erst diesen Sommer aus Mexiko nach Deutschland gekommen ist, war es das erste Mal, dass ihn der heilige Nikolaus im Kindergarten besucht hat.

Doch da der Nikolaus ein sehr beschäftigter Mann ist und nur wenig Zeit hat, muss er zum Bedauern aller auch bald schon wieder gehen. Das ist auch der Grund für seinen Besuch am 5. Dezember, einen Tag vor dem Nikolaustag. "Er muss noch viele andere Kinder besuchen", erklärt Dorothee Biermanski.

Den Kindern hat das überraschende Aufeinandertreffen aber auch so viel Freude bereitet. Ein wenig mehr Schnee hätte zwar besser zur winterlichen Kulisse gepasst, aber das hat niemanden gestört. Denn der Nikolaus ist natürlich auch ohne Schnee im Waldkindergarten gern gesehen. Und so freuen sich schon alle auf das nächste Mal. Allerdings müssen sie darauf nun ein Jahr warten.

Von Belina Hauch
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